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Produktserie Teil 2: Aluminium von Klöckner

Aluminium kommt in der Natur nicht in reiner Form vor. Es wird hergestellt aus Bauxit, einem roten Aluminiumerz, abgebaut im Tagebau. Aluminium ist das dritthäufigste Element in der Erdhülle nach Sauerstoff und Silizium und in der Erdkruste das häufigste Metall.“ Aluminium hat viele Vorteile, die es im Einsatz so interessant für unsere Kunden machen“, sagt Martin Liebler, Einkauf Aluminium am Klöckner-Standort Würzburg. Eingesetzt wird es als reines Aluminium und in vielen verschiedenen Aluminiumlegierungen. Letztere, etwa mit Kupfer, Zink, Silizium, Mangan und Magnesium, verleihen dem Metall eine mittlere bis sehr große Festigkeit. „Gegenüber anderen Metallen ist Aluminium zudem viel leichter. Gleichzeitig ist es aber eben stabil und sehr formbar“, so Liebler. Das macht Aluminium zum Beispiel unverzichtbar im Maschinen- und Fahrzeugbau, um Gewicht zu sparen. „Zudem ist es sehr korrosionsbeständig. Es gibt auch ein spezielles elektrolytisches Verfahren, das Eloxal-Verfahren, bei dem Aluminium eine natürliche Schutzschicht erhält“, so Liebler.

Vorteile von Aluminium: langlebig und nachhaltig

Weitere große Vorteile von Aluminium sind seine lange Lebensdauer und seine Nachhaltigkeit: „Es kann zu fast 100 Prozent recycled werden. Zwar ist die Herstellung von Aluminium sehr energieaufwändig. Aber dadurch, dass es immer wieder mit nur 5% der eingesetzten Energie eingeschmolzen und dem Kreislauf zugeführt werden kann, ist die Energiebilanz insgesamt viel niedriger“, erklärt Martin Liebler. Während der Automotivbereich vom Schwester-Unternehmen Becker Aluminium-Service mit Aluminium bedient wird, konzentriert man sich bei Klöckner auf folgende Bereiche: auf den Fassadenbau, Tür- und Fensterbau, Sonnenschutz, Maschinenbau, die Elektrotechnik, Verpackungsindustrie und metallverarbeitende Industrie etwa. Dass Kunden aus diesen verschiedenen Branchen die einzigartigen Verarbeitungseigenschaften schätzen, berichtet auch Janine Dämmrich, Verkauf Aluminium und Edelstahl am Klöckner-Standort Regensburg. Und: „Dadurch, dass wir Multidistributor sind, können wir auch andere Systeme für sie mit beliefern. Und weil wir das werksunabhängig tun, macht uns das zu echten Mehrwertmachern“, erklärt sie.

Janine Dämmrich

Aluminium hat viele Vorteile, die es im Einsatz so interessant für unsere Kunden machen

Vielfältiges Aluminium: Walzprodukte wie Bleche und Pressprodukte wie Standardprofile, Rohre, Zeichnungsprofile

Die Klöckner-Produkte sind sogenannte Halbzeuge, weil sie zum Endprodukt weiterverarbeitet werden. Zu den Walzprodukten zählen Bleche und Platten (über 10 mm) sowie Folien. Gepresst werden dagegen sogenannte Langprodukte. „Aluminiumbolzen werden dabei auf ca. 500 Grad Celsius erhitzt und durch ein Strangpressverfahren zu Profilen gepresst. Wir unterscheiden dabei Standardprofile wie etwa Vierkantrohre, Rundrohre, Winkel- U-Profile und T-Profile von Profilen nach Zeichnung. Für die Profile nach Zeichnung müssen extra Presswerkzeuge hergestellt werden“, erklärt Martin Liebler. Bei dieser Fülle von Abmessungsmöglichkeiten kann ein einzelnes Lager nicht immer alles parat haben. Dafür hat Klöckner eine intelligente Lösung gefunden: „Die Standorte ergänzen und unterstützen sich. In Bayern machen wir zum Beispiel eine tägliche Sternfahrt, bei der wir Material sehr einfach und schnell zwischen den einzelnen Niederlassungen umlagern können. So können wir unsere Kunden jederzeit mit dem gewünschten Material bedienen“, erklärt Janine Dämmrich.

Die Standorte ergänzen und unterstützen sich. In Bayern machen wir zum Beispiel eine tägliche Sternfahrt, bei der wir Material sehr einfach und schnell zwischen den einzelnen Niederlassungen umlagern können. So können wir unsere Kunden jederzeit mit dem gewünschten Material bedienen

Aluminium: So funktioniert Preisbildung

Wie im Stahlbereich auch kauft Klöckner weltweit ein und konzentriert sich dabei zu ungefähr 95 Prozent auf europäische Länder. „In der Regel sind die Aluminiumwerke eigenständig – das reicht von familiengeführten mittelständischen Unternehmen bis hin zu großen Konzernen. Mit einigen Lieferanten arbeiten wir schon seit Jahrzehnten zusammen“, so Martin Liebler. Mit neuen Lieferanten werden zunächst Probeaufträge durchgeführt. Das gelieferte Material wird anschließend entsprechend den EN-Normen geprüft.   „Bei dem Aluminiumpreis sprechen wir von einem „zweigeteilten“ Preis. Es gibt einen Grundpreis für das reine Metall, das an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelt wird. Und den unterschiedlichen legierungsabhängigen Umarbeitungspreisen. Der Umarbeitungspreis drückt aus, was es kostet, um aus einem Aluminiumbarren oder einem -Bolzen ein Halbzeug herzustellen. LME und Umarbeitungspreis zusammen ergeben den Endpreis. Während wir auf den „LME-Wert“ keinen direkten Einfluss haben, wird beim Umarbeitungspreis mit den Halbzeugwerken entsprechend verhandelt“, erklärt Martin Liebler.

Klöckner versucht im Einklang mit Einkauf und Verkauf, die Risiken von Preisschwankungen bestmöglich zu kontrollieren, indem wir gute Verträge sowohl mit den Kunden als auch mit den Aluminiumwerken abschließen

Martin Liebler

Aluminium: vom Nischenprodukt zum wichtigen Geschäftsfeld

„Klöckner versucht im Einklang mit Einkauf und Verkauf, die Risiken von Preisschwankungen bestmöglich zu kontrollieren, indem wir gute Verträge sowohl mit den Kunden als auch mit den Aluminiumwerken abschließen“, stellt Janine Dämmrich als weiteren Vorteil heraus. Mit dem Einkauf arbeitet die Vertrieblerin intensiv und vertrauensvoll zusammen. „Das Produktmanagement unterstützt uns jederzeit. Wenn ich nicht mehr weiter weiß bei bestimmten Kundenanfragen, kann ich immer auf unsere Kollegen zählen.“ Damit der Einkauf stets über die Verkaufssituation im Bilde ist, hat er Zugriff auf die Bestände in den Niederlassungen und wird immer bei den Vertriebsplanungen involviert. In den 55 Jahren, seit dem Klöckner mit Aluminium handelt, hat sich das Metall vom Nischenprodukt zu einem wichtigen Geschäftsfeld von Klöckner entwickelt: „Aufgrund seiner vielen guten Eigenschaften ist Aluminium nicht mehr wegzudenken vom Weltmarkt. Klöckner hat sich hier eine große Expertise erarbeitet, vor allem im Bereich hochwertige Anarbeitung“, sagt Janine Dämmrich.

Aufgrund seiner vielen guten Eigenschaften ist Aluminium nicht mehr wegzudenken vom Weltmarkt. Klöckner hat sich hier eine große Expertise erarbeitet, vor allem im Bereich hochwertige Anarbeitung

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Klöckner Kontraktportal: Überblick behalten und Bestellungen effizient managen

„Wir waren der erste Stahlhändler in Deutschland überhaupt, der eine Plattform speziell für längerfristige Abnahmeverträge, sogenannte Kontrakte, angeboten hat“, erklärt Julia Jordan vom Team E-Business & Marketing. Geboren wurde es, wie so häufig, aus einem Kundenbedürfnis heraus: „Kunden haben uns damals berichtet, dass es teils aufwendig sei, Kontrakte mit Klöckner und anderen Lieferanten im Tagesgeschäft und über die Dauer genau nachzuhalten. Es galt also ein transparentes Tool zu entwickeln, das für den nötigen Überblick sorgt – und zwar rund um die Uhr“, so Julia Jordan. Bei der Entwicklung des Kontraktportals hat Klöckner auch Kunden mit eingebunden, um ein möglichst passendes und praxisnahes Instrument zu kreieren. Neben dem Kontraktportal entstanden in den folgenden Jahren weitere Tools wie der Onlineshop und die Bestellübersicht. Schließlich konnte man Anfang 2019 alle Tools für eine noch höhere Nutzerfreundlichkeit zusammenführen: mit shop.kloeckner.de erreicht der Kunde seitdem alle Tools mit nur einem Login.

Wir sparen Zeit bei der Arbeit, wodurch der Einkauf entlastet wird. Seitdem wir das Kontraktportal nutzen, haben wir zu jeder Zeit eine aktuelle Übersicht über unsere Produkte. Damit fällt es uns leicht die Übersicht zu bewahren und Lieferengpässen aus dem Weg zu gehen.

Christoph Holtkamp, Ostendorf Wasser- und Edelstahltechnik

Kontraktportal gibt Kunden Überblick und Bestellmöglichkeiten

Über einen eigenen Reiter im Onlineshop könnten Kontrakt-Kunden auf das Portal zugreifen. Gut strukturiert können sie hier alle wichtigen Infos einsehen: Wie groß ist die Gesamtmenge Ihres Kontraktes? Wie viel davon wurde bereits abgerufen? Welchen Ansprechpartner kann man dafür bei Klöckner kontaktieren? Selbstverständlich kann ein User auch verschiedene Kontrakte nach diesem Schema verwalten. Bevor ein Kontrakt aufgebraucht ist, kann er einen Folgekontrakt mit demselben Material auslösen. Der zuständige Vertriebsmitarbeiter bei Klöckner macht dann in kürzester Zeit ein neues Angebot nach aktueller Marktlage. Im Laufe der letzten Jahre wurde das Kontraktportal kontinuierlich verbessert – teils durch kleine, teils durch große Features. „Seit Anfang 2020 haben wir zum Beispiel eine neue, zusätzliche Kontraktübersicht: Die sogenannte Listenansicht zeigt dem Kunden alle wichtigen Informationen kompakt in tabellarischer Form an.“, erklärt Jordan. Um das Kontraktportal mit Funktionen wie diesen weiterhin zu verbessern, holen sich die Klöckner-Kollegen kontinuierlich Feedback beim Kunden ein.

Die große Transparenz ist das, was unsere Kunden begeistert: Auf einen Blick sehen sie ihre genaue Kontrakt-Situation, können sich Lieferscheine und Rechnungen herunterladen, und mit einem Klick nachbestellen

Julia Jordan

Kontraktportal ermöglicht sehr kurze Lieferzeiten bei Spezialanfertigungen

Wie gut das Kontraktportal in der Praxis ankommt, weiß Jens Wolfram zu berichten. Der Prokurist und Key Account Manager Deutschland in der Klöckner-Niederlassung Bremen bezieht sich dabei auf zwei Geschäftsbereiche: Spezialanfertigungen nach Zeichnung sowie normale Handelsware. „Bei den Spezialanfertigungen bekommt der Kunde alles aus einer Hand von uns. Wir liefern das Material inklusive Bearbeitung über das Kontraktportal. Und zwar über einen einzigen Ansprechpartner“, erklärt Wolfram. Da die Supply Chain so gut durchdacht ist, sind auch die Lieferzeiten recht kurz. „Gerade wenn noch Bearbeitung und Wärmebehandlung dabei sind, kann eine solche Spezialanfertigung normalerweise mehrere Wochen dauern. Kunden wissen daher sehr zu schätzen, dass wir zeitnah liefern können“, so Wolfram. Alle wichtigen Dokumente werden effizient gebündelt und sind jederzeit im Kontraktportal abrufbar: „Eine Rechnung, ein Lieferschein, ein Wareneingang“. Auch die Zeichnungen zu den Spezialanfertigungen kann man verwalten.

Jens Wolfram

Wir sind die Einzigen im Stahlhandel, die ein Kontraktportal in diesem Umfang anbieten. Das ist ein Riesenvorteil, den unsere Kunden sehr schätzen

Kontraktportal hilft Kunden beim Überprüfen ihrer Wirtschaftlichkeit

Auch bei der „normalen“ Handelsware profitieren User von den Vorteilen des Kontraktportals. „Die große Transparenz ist das, was unsere Kunden begeistert: Auf einen Blick sehen sie ihre genaue Kontrakt-Situation, können sich Lieferscheine und Rechnungen herunterladen, und mit einem Klick nachbestellen. Sie müssen keine Bestellungen mehr schreiben“, erklärt Jens Wolfram. Gerade Kunden, die viele Abmessungen platziert haben, könnten ihre Kontrakte sonst gar nicht in der Form nachvollziehen. Da jeder Kontrakt mit den passenden Rechnungen und Lieferungen verknüpft ist, kann ein Kunde auch die eigene Wirtschaftlichkeit überprüfen: Welche Kontrakte laufen gut, welche weniger gut? „Wir sind die Einzigen im Stahlhandel, die ein Kontraktportal in diesem Umfang anbieten. Das ist ein Riesenvorteil, den unsere Kunden sehr schätzen“, sagt Wolfram.

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Neue Serie über Stahlprodukte: Edelstahl Rostfrei von Klöckner

Das Adjektiv „edel“ lässt es schon vermuten: Edelstahl Rostfrei ist ein hochwertiger Werkstoff mit einer besonderen Qualität. „Edelstahl ist deutlich resistenter als Normalstahl und kann dadurch auch in sehr anspruchsvollen Umgebungen eingesetzt werden. Zum Beispiel in Standheizungen mit Temperaturen von über 1.100 Grad Celsius“, erklärt Holger Heber, Einkäufer Produktmanagement Edelstahl Rostfrei in der Klöckner-Zentrale in Duisburg. Weitere typische Einsatzbereiche sind Orte, wo es auf Hygiene ankommt oder wo man mit Chemikalien und Reinigungsmitteln arbeitet – in der Pharmaindustrie oder Lebensmittelindustrie etwa. Auch im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau schätzt man die außergewöhnlichen Materialeigenschaften. „Edel“ bezieht sich ebenso auf das ansprechende Aussehen des Werkstoffs: Gerne wird er deswegen in der hochwertigen Inneneinrichtung, etwa in der Möbelindustrie, Geländern, Küchen und „weiße Waren“ angewendet.

Edelstahl ist deutlich resistenter als Normalstahl und kann dadurch auch in sehr anspruchsvollen Umgebungen eingesetzt werden.

Holger Heber

So ist die Abteilung Edelstahl Rostfrei bei Klöckner organisiert

Der Oberbegriff rostfreier Stahl steht für eine Vielzahl von Legierungen, die sich in ihren Legierungsbestandteilen, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten unterscheiden, mit einem Großteil davon arbeitet man auch bei Klöckner. „Manche Materialien lassen sich leichter bearbeiten, andere sind härter, aber dafür widerstandsfähiger. Andere sind hitzebeständig, wiederum andere sind magnetisch. Mit all diesen Klassen ist Edelstahl Rostfrei also vielfältig einsetzbar im Alltag“, veranschaulicht Julia Habermann, Verkauf Edelstahl Rostfrei in der Klöckner-Niederlassung Würzburg. „Meine Verkaufsabteilung unterscheidet sich von anderen Abteilungen wie Flach oder Langprodukte in einem wesentlichen Punkt: Wir verkaufen alles aus Edelstahl Rostfrei, also Bleche, Rohre, Fittings und Halbzeuge – unabhängig von der Form und Größe“, erklärt Julia Habermann.

Generell kaufen wir weltweit ein, unser Fokus liegt aber auf Europa.

So funktioniert Preisbildung bei Edelstahl Rostfrei Produkten

Bei der Preisbildung von Edelstahl Rostfrei arbeitet man mit einem sogenannten Legierungszuschlag, den die Stahlwerke monatlich veröffentlichen. Legierungen sind zum Beispiel Ferrochrom, Ferromolybdän, Nickel, die dem Edelstahl zugeführt werden und ihm bestimmte Eigenschaften verleihen. Einige dieser Metalle werden an der Börse gehandelt und die Preise sind dementsprechend volatil. „Über die aktuellen Legierungszuschläge informieren wir unsere Kunden mit unseren monatlichen LZ-News“, erklärt Julia Habermann. Natürlich tauschen sich Verkaufs- und Einkaufsabteilung bei Klöckner kontinuierlich dabei aus. Wiederbeschaffungspreise etwa werden tagesaktuell im ERP-System eingespielt. Auch bei Rabattierungen oder Preisänderungen stimmt man sich eng ab, um für größtmögliche Transparenz zu sorgen. „Generell kaufen wir weltweit ein, unser Fokus liegt aber auf Europa. Wir fragen wöchentlich, mindestens monatlich Preise bei unseren Lieferanten an. Wenn uns die Preise vorliegen, vergleichen wir diese und verhandeln gegebenenfalls nach“, erklärt Holger Heber den Prozess.
Julia Habermann

Derzeit arbeiten wir intensiv daran, weitere Lieferanten über EDI anzubinden.

Edelstahl Rostfrei: Digitalisierung und effiziente Lagerlogistik unterstützen Prozesse

Telefon und E-Mail sind nach wie vor wichtige Instrumente zum persönlichen Austausch, aber zunehmend entlasten auch effiziente digitale Tools. „Das reicht vom Onlineshop über EDI-Schnittstellen mit Kunden bis hin zum Kontraktportal“, sagt Julia Habermann. Auch auf Lieferantenseite tut sich in puncto Digitalisierung gerade einiges: „Viele Lieferanten sind an SAP angebunden, einige auch bereits über Reverse-EDI-Schnittstellen. Reverse-EDI bedeutet: Eine Bestellung wird im System eines Lieferanten eingegeben und dann rückwärts in unser SAP-System eingespielt. Derzeit arbeiten wir intensiv daran, weitere Lieferanten über EDI anzubinden“, so Holger Heber. Bei der Lieferung von Edelstahl Rostfrei arbeitet man bei Klöckner ebenfalls höchsteffizient. „Wir haben verschiedene Schwerpunktläger in ganz Deutschland, in denen wir gewünschtes Material in kürzester Zeit umlagern können. Nicht lagerhaltende Produkte versuchen wir über andere Quellen für unsere Kunden zu beschaffen“, skizziert Julia Habermann die ausgeprägte Kundenorientierung.

Info-Box

Umfassende Hintergrundinfos zu Edelstahl Rostfrei finden Sie auf der Homepage der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER).

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Klöckner Onlineshop: So wurde er im Sinne des Kunden kontinuierlich verbessert

Als Klöckner & Co Deutschland vor über 4 Jahren mit dem Onlineshop live ging, war das bereits eine Besonderheit im Stahlhandel. Diese Vorreiterrolle hat das Unternehmen zu einem mittlerweile europaweiten Projekt ausgebaut: Klöckner-Onlineshops in gleichem „Look and Feel“ gibt es aktuell noch in Österreich, Belgien, den Niederlanden, UK und Frankreich. Zudem stimmt man neue Features und Änderungen stets europaweit ab. Allein der deutsche Onlineshop kommt auf derzeit über 14.000 Artikel! Damit User bei dieser Fülle an Angeboten den Überblick behalten, sind die Filter- und Suchfunktionen immer weiter optimiert worden. Im Hauptmenü kann man zunächst nach Produktkategorien oder Werkstoff wählen. Daraufhin bieten diverse intuitive Filter am linken Seitenrand weitere Einschränkungsmöglichkeiten. „Die Handhabung ist einfach und selbsterklärend“, sagt Julia Jordan vom Team E-Business & Marketing. „Für Fragen sind aber auch jederzeit die Kontaktdaten des individuellen Ansprechpartners der zuständigen Klöckner-Niederlassung und die unseres technischen Supports eingeblendet“.

Die Handhabung ist einfach und selbsterklärend.

Julia Jordan

Ein Meilenstein: regionale Verfügbarkeiten prüfen dank Postleitzahlen-Funktion

Vor gut einem Jahr hat Klöckner deutschlandweit alle Produkte, die offline verfügbar sind, auch online aufgenommen – ein enormer Zuwachs von Artikeln im Onlineshop. Möglich gemacht hat dies ein neues Feature. Je nach PLZ des Kunden zeigt es an, welche Artikel verfügbar oder auf Anfrage sind.  „Vor der Integration der Postleitzahl-Funktion konnten wir unsere Sortimente nicht zielgerichtet ausspielen. Mit der neuen intelligenten Lösung weiß jeder Kunde, welche unserer Artikel für ihn sofort bestellbar, und welche anzufragen sind“, erklärt Julia Jordan. Sucht ein Kunde ein bestimmtes Produkt und gibt seine individuelle Postleitzahl ein, zeigt ihm das System zum einen alle in der Region verfügbaren Produkte an. Zum anderen kann er auch solche Produkte in der Maske sehen, die aktuell nicht in der Region verfügbar sind, aber angefragt werden können. Die über den Shop ausgelöste Anfrage wird dann umgehend geprüft und ein individuelles Angebot versendet.

Mit der neuen intelligenten Lösung weiß jeder Kunde, welche unserer Artikel für ihn sofort bestellbar, und welche anzufragen sind.

Individuelles Pricing sorgt für Effizienz

Schon seit Live-Gang des Shops stand auch das Thema Pricing konsequent auf der Projektliste von Klöckner. Gemeinsam hat man an einer intelligenten Preisfindung gearbeitet, die Anfang 2019 das Online- und Offline Pricing bei Klöckner revolutioniert hat. „Das System berücksichtigt bei der Preisermittlung eine Vielzahl von Faktoren und Daten, unter anderem das Kaufverhalten der Kunden, die aktuell im Warenkorb befindliche Artikelkomposition, die aktuelle Marktlage als auch die Marktschwankungen aus der Vergangenheit. Die Preisgestaltung ist damit flexibler und individuell noch genauer als zuvor“, erklärt Julia Jordan. Will ein Kunde das Angebot vergleichen, kann er sich dieses natürlich auch als PDF abspeichern. Ebenfalls ein relativ neues und hilfreiches Feature im Onlineshop: Ein User kann nicht nur einen, sondern mehrere Warenkörbe anlegen – und auch mit anderen teilen. „So können Warenkörbe zum Beispiel verschiedenen Projekten zugeordnet werden. Oder mehrere Mitarbeiter eines Unternehmens können gleichzeitig einen Prozess bearbeiten – in unterschiedlichen Rollen mit verschiedenen Rechten“, so Jordan.

Individuell passende Anlieferung und Verwaltung von Bestelldokumenten

Ist das gewünschte Produkt zum akzeptierten Preis im Warenkorb, geht es weiter im Onlineshop-Prozess: An der „Kasse“ fragt das System zum Beispiel noch einmal genau ab, ob die Liefer- mit der Rechnungsadresse identisch ist. Sicher ist sicher. Auch hinsichtlich Liefer-Organisation gab es in den letzten Jahren weitere Verbesserungen. So können Kunden zum Beispiel mittlerweile auch individuelle Informationen zum Anlieferungs-Ort hinterlegen. Das hat gute Gründe: „Gerade kleinere Kunden, die nicht so häufig Stahl bestellen, beugen so möglichen Herausforderungen vor. Wenn die Lieferadresse zum Beispiel eine relativ enge Spielstraße ist, wissen wir, dass wir nicht mit einem 18 Meter langen LKW transportieren, sondern mit einem kleineren LKW. Braucht es eventuell einen Gabelstapler oder einen Kran? Das sind wichtige Informationen, die wir so vorab klären können“, erklärt Julia Jordan.

Klöckner baut seine Vorreiterrolle bei Digitalisierung aus

Dies sind nur wenige Beispiele der bisherigen kleinen und großen Erweiterungen des Klöckner Onlineshops, die zeigen: Er hat sich in den rund vier Jahren ziemlich gemacht. Klöckner integriert stetig neue Features und Prozesse und hat seine Vorreiterrolle als Digitalisierer des Stahlhandels damit weiter ausgebaut. Das unterstreicht auch ein weiteres Tool, das wir in Kürze separat vorstellen werden: das Klöckner Kontraktportal.

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v.l. Julia Jordan, Andre Viertel und Susann Kern

Young Professional bei Klöckner: „Man bekommt den Kulturwandel voll mit und kann ihn mitgestalten“

Geboren wurde Susann Kern 1987 in Wippra – einem Ort, wo in DDR-Zeiten Kupfer und Messing abgebaut wurde. Ihr Vater war Metallologe, ihr Bruder  war Fertigungsleiter in einem Stahlbetrieb im Ruhrpott. Der Apfel fällt also nicht weit vom Stamm, was das Berufsinteresse in der Familie angeht. Nach dem Abitur hat sie zunächst 4 Semester Wirtschaftsingenieurwesen in Köthen studiert, um sich ab dem 5. Semester auf Maschinenbau zu spezialisieren. Das war ihr aber viel zu theoretisch, also sattelte sie kurzerhand um: Sie begann in Aken eine Ausbildung als Industriekauffrau bei Woodward, einem amerikanischen Hersteller von Pumpen für Schiffsmotoren. Dort bekam sie auch Einblicke in die Produktion und Montage – genau die Praxis, die ihr vorher fehlte. Als 2013 das große Elbe-Hochwasser kam, traf es das Unternehmen Woodward hart: Als eine der Betriebsjüngsten wurde Susann Kern gekündigt. So kam sie zum Kundenservice von Mercateo, einer B2B-Onlineplattform – und das erste Mal so richtig in Kontakt mit digitalen Tools.

Wie kamen Sie Anfang 2016 zu Klöckner Deutschland und was hat Sie an dem Unternehmen überzeugt?

Schon nach wenigen Monaten durfte ich auch Kunden betreuen, die hochwertige Anarbeitung benötigen.

Klöckner ist ein Lieferant von Qualitätsstahl für Woodward, wo ich damals arbeitete. Dadurch hatte ich schon erste Berührungspunkte mit dem Unternehmen. Als ich in meiner letzten Tätigkeit bei Mercateo nach einer neuen Herausforderung suchte, fand ich eine Ausschreibung als „Mitarbeiter Backoffice Vertrieb“ in Landsberg. Klöckner als Arbeitgeber reizte mich und an der Stelle gefiel mir vor allem, dass dort viel Kundenkontakt gefordert war. Ich bewarb mich also im Oktober 2015 – und durfte direkt zum Jahresbeginn 2016 starten. In meinem Job musste ich mich zunächst in SAP einarbeiten und lernte die verschiedenen Klöckner-Produkte und -materialien kennen. Schon nach wenigen Monaten durfte ich auch Kunden betreuen, die hochwertige Anarbeitung benötigen. Das reichte von Bohrungen bis hin zu Schweißbaugruppen – ich fand das toll!

Seit Anfang 2017 sind Sie Digitalisierungsverantwortliche am Standort Landsberg. Was machen Sie da genau?

Weil man bei Klöckner wusste, dass ich „digitale Erfahrungen“ bei der Online-Beschaffungsplattform Mercateo gesammelt hatte, bot man mir diesen Job an. Ich war sofort angetan und treibe seitdem die Digitalisierung am Standort Landsberg voran. In den vergangenen drei Jahren habe ich die vielen digitalen Tools von Klöckner eingeführt. Dabei arbeite ich stark mit dem Digi in Zwickau zusammen.
Regionsübergreifend treffen wir uns regelmäßig mit den anderen Digis und tauschen uns intensiv

v.l. Julia Jordan, Andre Viertel, Susann Kern

untereinander aus. Wöchentlich stehe ich dafür auch in Kontakt mit kloeckner.i und dem Team E-Business & Marketing. Die Aufgabenbereiche und die Prioritäten ändern sich ständig.

Was sind dabei Herausforderungen? Und was schätzen Sie an Ihrem Job als Digi?

Man muss schauen, wirklich alle Personen am Standort bei der Digitalisierung mitzunehmen

Man muss schauen, wirklich alle Personen am Standort bei der Digitalisierung mitzunehmen – auch solche, die dem Ganzen vielleicht noch etwas skeptisch gegenüber stehen. Man bekommt als Digi den Kulturwandel also voll mit und kann ihn auch aktiv mitgestalten. Das finde ich toll. Dadurch, dass ich schon so viele verschiedene Aufgaben in meiner Berufslaufbahn hatte, habe ich glaube ich ein ganz gutes Verständnis für die Mitarbeiter. Mir ist zum Beispiel auch klar, dass Digitalisierungsaufgaben ein ganz wichtiger Punkt sind, die Mitarbeiter aber auch noch andere Anforderungen erfüllen müssen. Etwa von Kundenseite, von der Geschäftsführung, vom Abteilungsleiter oder Produktmanagement. Da gilt es ein gesundes Mittelmaß zu finden. Ich glaube, mit der Einführung des Klöckner Assistant werden wir das noch ein Stückchen besser hinbekommen.

Wie beurteilen Sie die Talentförderung bei Klöckner?

Wenn ich von mir selbst ausgehe, kann ich sagen, dass man bei Klöckner meine Potenziale erkannt hat. Und die eben auch gefördert hat, indem mir den Job als Digi angeboten hat. Zahlreiche interne Seminare, etwa zu den Themen Top-Down-Kommunikation oder Präsentationstechnik helfen mir bei meiner täglichen Arbeit. Super finde ich, dass jeder Azubi bei Klöckner alle Abteilungen durchläuft. Auch den Talent Pool halte ich für ein tolles Förderprogramm. Außerdem genieße ich Annehmlichkeiten bei Klöckner, die in der Branche nicht unbedingt typisch sind: Mir steht bei Bedarf ein Poolfahrzeug zur Verfügung, Gleitzeit und Urlaubsgeld. Insgesamt kann ich sagen: Karriere bei Klöckner machen lohnt sich!

Karriere bei Klöckner machen lohnt sich!

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