Mehrwertmacher

Das Abenteuer Australien beginnt

Als Maike Güsgen vor 3 Jahren ihre in Australien lebende Schwester besuchte, wurde ihr schnell klar: Hier will ich nochmal hin – und das für eine längere Zeit! Zurück in Deutschland erkundigte sie sich nach Möglichkeiten und entdeckte das Visum „Work and Travel“, bei dem – wie der Name schon sagt – Reisen mit Arbeiten verbunden werden kann. Weil dies nur bis zum Alter von 30 Jahren möglich ist, nahm die damals 27-Jährige all ihren Mut zusammen. Anfang 2018 entschied sie sich, für ein Jahr nach Australien zu gehen.

Dafür gab sie eine ganze Menge auf: Sie kündigte ihren damaligen Job bei Klöckner sowie ihre Wohnung und verkaufte ihr Auto. Ihr damaliger Chef Patrick Grewer unterstützte ihren Wunsch und bedauerte gleichzeitig, eine gute Mitarbeiterin gehen zu lassen. Nach einigen Verhandlungen kam Klöckner der jungen Frau mit einem großzügigen Angebot entgegen: Sie konnte bereits im März 2018 einen Vertrag unterschreiben für eine Stelle, die sie direkt nach ihrem Trip im Juli 2019 antreten könnte. Mit dieser Sicherheit konnte Maike Güsgen wesentlich entspannter ihr Abenteuer Australien beginnen.

Brisbane

In Brisbane: Gut vorbereitet auf Work and Travel

Die grundsätzliche Route für ihren einjährigen Aufenthalt plante sie vorab mit Beratern in einem spezialisierten Reisebüro. Als Startpunkt wurde die Stadt Cairns im Nordosten Australiens festgelegt. Ihre Freundin Theresa begleitete Maike Güsgen zunächst, was den Start ins Ungewisse auch etwas vereinfachte. Gemeinsam landeten die beiden Abenteurerinnen im Juni 2018 in der Millionenstadt Brisbane an der australischen Ostküste. Dort nahmen sie an einer Einführungswoche teil, in denen wichtige organisatorische Dinge für Menschen mit Work and Travel-Visum erklärt und geregelt wurden.

Cairns: Regenwald-Touren und die Suche nach dem ersten Job

Mit dem Flieger ging es dann ins Backpacker-Paradies Cairns, wo die beiden Freundinnen rund zwei Wochen blieben. „Unsere Hostels haben wir immer nur für ein bis zwei Tage gebucht, um flexibel zu bleiben“, erklärt Maike Güsgen. Sie machten Touren durch die nahen Regenwälder, besuchten einen Koalapark – und hielten Ausschau nach möglichen Jobs. „Ich wollte immer gerne auf einer Farm arbeiten“, so Güsgen. In Gesprächen mit anderen Work-and-Travellern stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach war, an gute Jobs zu kommen. Das verunsicherte die jungen Frauen etwas. Sie schienen aber mehr Glück zu haben: Maike Güsgen kam in Kontakt mit einem Bauern, der ihnen Jobs auf einer Kartoffel- und Avocado-Farm anbot.

Atherton: Kartoffeln ernten und Avocados pflücken auf der Farm

In Atherton, rund eine Stunde entfernt von Cairns, zogen die beiden Freundinnen ins Haus des Farmers ein und begannen ihren ersten Job. „Am Anfang war es schon eine Herausforderung zu kommunizieren. Australier haben einen sehr speziellen Akzent“, erinnert sich Güsgen und muss etwas lachen. Die Verständigung funktionierte aber zusehends und der Farmer gab sein Bestes, den beiden auch die Gegend schmackhaft zu machen. Zum Beispiel bei einer Heißluftballonfahrt oder bei einem Regenwald-Spaziergang zu den bekannten Milla Milla Falls. Insgesamt vier Wochen arbeiteten Maike und Theresa auf der Farm, montags bis freitags für jeweils 8 Stunden. Sie sortierten zum Beispiel die geernteten Kartoffeln. „Faule Kartoffeln mussten raus. Tote Ratten oder Kröten waren durchaus auch mal dabei“, so Güsgen. Außerdem pflückten sie Avocados, jäteten Unkraut, bauten Zäune, säuberten die Hallen. „Ein ziemliches Kontrastprogramm zu meinem Bürojob. Es war anstrengend, hat aber auch großen Spaß gemacht“, findet Güsgen.

Magnetic Island: ein bisschen arbeiten und gaaaanz viel Strandleben

Anfang August 2018 ging es dann weiter mit dem Bus Richtung Süden ins schöne Städtchen Townsville – noch ohne konkreten neuen Jobplan. „Auf der Busfahrt habe ich einen Anruf bekommen, dass wir auf der naheliegenden Magnetic Island in einem kleinen Hotel arbeiten könnten. Das war pures Glück“, erinnert sich Güsgen. Mit der Fähre setzten die Abenteuerinnen auf das kleine Eiland über und erlebten eine großartige Zeit. Kost und Logis in dem Hotel gab es umsonst, dafür mussten sie 4 Tage à 6 Stunden in der Unterkunft mitarbeiten. In ihrer großzügigen Freizeit genossen Maike und Theresa mit vielen anderen netten Leuten die Strände, wanderten, grillten am Lagerfeuer, machten „Froschrennen“. Aus den geplanten zwei Wochen wurden schließlich sechs. Und sie wären vielleicht noch länger geblieben, hätten nicht noch andere Ziele auf der Agenda gestanden. Außerdem nahte die Quallenzeit im Oktober, die die beiden Freundinnen umgehen wollten.

Surfers Paradise

Whitsunday Islands, Fraser Island, Surfer´s Paradise: die Südtour geht weiter

Also ging es zurück nach Townsville und von dort mit dem Bus weiter südlich nach Airlie Beach. Die weltbekannten Whitsunday Islands erkundeten die beiden Freundinnen von hier aus bei einer dreitägigen Bootstour. „Bei strahlendem Sonnenschein haben wir viele Strände, unter anderem den White Heaven Beach, genossen und sind geschnorchelt. Ein Traum“, so Güsgen. Danach ging die Bustour die Ostküste Richtung Süden weiter – mit weiteren spannenden Zwischenstopps. In Agnes Water machten die jungen Frauen zum Beispiel einen Wellenreitkurs, auf Fraser Island stellte Maike Güsgen bei einem 4-Wheel-Drive durch den Sand ihre Fahrkünste unter Beweis. Bei der Weiterreise standen dann noch einige Städte auf dem Programm: erneut die Metropole Brisbane, dann Surfer´s Paradise – das Miami des Südens – und Byron Bay mit seinem historischen Leuchtturm. „Leider war das Wetter zu dieser Zeit sehr schlecht und wir konnten nicht viel unternehmen. Deswegen sind wir einen Monat früher als geplant in Sydney eingetrudelt, Mitte Oktober“, erinnert sich Güsgen.

Wie ihr Abenteuer Australien in der Hauptstadt weitergeht, erfahren Sie in wenigen Wochen im zweiten Teil unserer Story. Es wird wieder spannend – freuen Sie sich drauf!

Hier gibt es Infos zu Work and Travel in Australien

Mehrwertmacher