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Sportklettern Bouldern Duisburg

Physische und psychische Herausforderung

Sportklettern und Bouldern sind für Stephan Mallmann, Abteilungsleiter Cross Selling und Digitalisierungsverantwortlicher am Klöckner-Standort Duisburg, zwei wirksame Wege, Abstand vom stressigen Alltag zu nehmen und eigene Grenzen auszutesten.

Wie sind Sie zu diesem Sport gekommen?

Sportlich aktiv war ich schon immer. Aber zum Beispiel ins Fitnessstudio zu gehen, fand ich auf Dauer zu einseitig und auch etwas langweilig. Zusammen mit meinem Bruder habe ich nach einer vernünftigen Alternative gesucht und dadurch sind wir im Jahr 2007 auf Sportklettern und Bouldern gekommen.

 

 

Was ist denn der Unterschied zwischen Sportklettern und Bouldern? Beschreiben Sie mal!

Unter Sportklettern versteht man das am Seil gesicherte Klettern an Felsen oder Kunstwänden, bei dem nur Hände und Füße zur Fortbewegung verwendet werden. Künstliche Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Außerdem wird eine zweite Person als Sicherungspartner benötigt. Bouldern dagegen kann man allein ausüben. Darunter versteht man das Klettern ohne Sicherung an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden – und zwar in Absprunghöhe (ca. 5 m). Eine Matte am Boden bietet Schutz, falls man stürzt. Beim Bouldern wird oft mehr Kraft als beim Sportklettern benötigt, da hier die „Moves“ härter sind.

Wann machen Sie denn was – Bouldern oder Sportklettern?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst natürlich von den Gelegenheiten: Es gibt in meiner Region mehr Plätze zum Bouldern als hohe Kletterwände. Wenn ich keinen Partner zum Sportklettern finde, kann ich immer noch Bouldern, denn das geht ja auch allein. Nicht zuletzt hängt es auch davon ab, worauf ich gerade Lust und Laune habe.

Gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen?

Ja. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Schwierigkeit beim Klettern beeinflussen. Etwa die Neigung der Kletterwand, die Größe, Beschaffenheit und Form der Griffe und Tritte und wie weit diese auseinander liegen. Daraus ergibt sich der Schwierigkeitsgrad, der auch bei Wettkämpfen eine Rolle spielt.

Nehmen Sie selbst an Wettkämpfen teil? Was sind Ihre persönlichen Ziele?

Vor einer Schulterverletzung habe ich an diversen Jedermann-Wettkämpfen wie Soulmoves, Nightmoves, HardMoves oder dem KölnKletterMarathon teilgenommen. Nach einer OP habe ich leider nicht wieder zur alten Regelmäßigkeit und Form zurückgefunden ich arbeite derzeit daran. Mein Idealziel gerade ist es, drei Mal die Woche zu trainieren.

Wie wirkt sich das Klettern auf Sie aus – körperlich und mental?

Dieser Sport ist ein exzellentes Ganzkörpertraining, bei dem es auf eine gute Mischung aus Kraft, Technik und Beweglichkeit ankommt. Außerdem finde ich, dass Klettern den Kopf befreit. Wenn man von der Arbeit kommt und komplett zu ist, wird man gezwungen abzuschalten. Man muss sich vollständig auf die Route fokussieren, um auch erfolgreich klettern zu können. Mich motivieren die Herausforderung von immer anspruchsvolleren Routen, die Vielseitigkeit und das ständige Ausloten von Leistungsgrenzen.

Wo kann man diese Sportarten bei Interesse ausprobieren?

Das kommt auf den Lebensraum an. Wenn man Berge vor der Tür hat, bieten sich diese natürlich an. Für Anfänger ist es allerdings sinnvoll, in einer Kletterhalle unter kontrollierten Bedingungen zu beginnen. Zum Bouldern eignen sich besonders reine Boulderhallen, da hier die Kletterfläche effektiver auf die Sportart ausgerichtet ist. Auch für das Sportklettern gibt es eigentlich überall Kletterhallen. Empfehlenswert sind Hallen, die auch vom deutschen Alpenverein (DAV) als Stützpunkt genutzt werden. Hier ist es auch möglich, regelmäßig in Gruppen zu trainieren. Bouldern kann man einfach so ausprobieren, fürs Sportklettern muss man einen Sicherungskurs machen. Bei einem solchen Kurs sollte man darauf achten, dass er zumindest über mehrere Stunden geht, um ein solides Grundwissen zu erwerben. Auch hier kann man sich immer an DAV-Stützpunkten orientieren.

Welches Equipment braucht man?

Das Wichtigste sind die Kletterschuhe, die unterscheiden sich beim Bouldern und Sportklettern nicht. Normale Schuhe kosten zwischen 70 und 130 Euro. Wer Sportklettern machen will, braucht außerdem einen Klettergurt, der liegt bei etwa 100 Euro. Seile sind in den Hallen üblicherweise vorhanden, die braucht man also nur draußen in der Natur. Dann gibt es noch eine Vielzahl von manuellen bis hin zu vollautomatischen Sicherungsgeräten, das hängt vom eigenen Können und Anspruch ab. Preise liegen hier zwischen 15 und 100 Euro.

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