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Stahldruck in 3D

Stahldruck in 3D

Knapp 3,40 Meter breit, zwei Meter hoch und 4,3 Tonnen schwer ist die imposante neue Maschine, die im Bearbeitungszentrum Velten steht. In ihrem Inneren passiert Erstaunliches: Auf einem Zylinder wird vollautomatisch metallisches Pulver aufgetragen und mit einem punktgenauen Laser zu einer homogenen Form geschmolzen – Schicht für Schicht, bis ein dreidimensionales Gebilde entsteht. Als Druckmaterial eignet sich dafür nicht nur Edel- und Werkzeugstahl, Aluminium sowie Edelmetall, sondern sogar Kobalt-Chrom, Nickelbasislegierung, Titan und Bronze. Jegliches gewünschte Format, das in den Zylinder mit einer Höhe von 40 Zentimetern und einem Durchmesser von 30 Zentimetern passt, lässt sich damit herstellen. „Besonders für spezielle und individuelle Ersatzteile ist dieser 3D-Drucker ideal“, erklärt Vertriebsleiter Ramon Heitepriem. Die Produktionszeit hängt dabei von ganz verschiedenen Faktoren wie der Komplexität des Druckteils, seiner Oberflächenbeschaffenheit oder auch vom Druckmaterial ab.

Erste Erfahrungen sammeln und testen

Stolze 1.000.000 Euro hat sich Klöckner den TruPrint 3000 samt notwendigem Zubehör wie Reinraum und Filtersystem zur Pulverreinigung kosten lassen. Dieses Investment kann als Pilotprojekt verstanden werden: „Wir wollen hier in Velten mit unseren Kunden gemeinsam testen, wie der Bedarf für diese besondere Produktionsform aussieht“, so Ramon Heitepriem. Über die Homepage sowie in Kundengesprächen wurde bisher auf die innovative Maschine aufmerksam gemacht – was erste Anfragen generiert hat. „Aktuell produzieren wir zum Beispiel für die Deutsche Bahn ein Handlaufmuster mit Blindenschrift, das auf Geländern angebracht werden soll.“ Sollte sich der 3D-Drucker im Stahlhandel als zukunftsfähig herausstellen, könne man über weitere Investitionen in diesem Bereich nachdenken, so Herr Heitepriem.

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