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Strahl- und Primer-Anlage Bremen

Stahlverarbeitung der Superlative

Am 5. September 2018 war es soweit am Standort Bremen: Die hochmoderne und riesige neue Strahl- und Primer-Anlage ging in Betrieb. Mit ihr kann Klöckner nun eigenständig besonders große Stahlbleche speziell für den Schiffsbau produzieren.

Vor der finalen Abnahme durch die Firma Rösler musste die imposante Maschine zahlreiche Tests durchlaufen, um gewappnet zu sein für die hohen Ansprüche bei der Produktion von Schiffsblechen und -profilen. Stolze 170 Meter ist die neue Anlage lang und in der Lage, Bleche für den Schiffsbau zu „entzundern“ (strahlen) und bei Bedarf zusätzlich zu grundieren („primern“). Der Klöckner-Standort Bremen arbeitet mit den größten deutschen Werften zusammen und hat sich auf den Schiffbau – insbesondere große Kreuzfahrtschiffe – spezialisiert. „Mit unserer eigenen Strahl- und Primer-Anlage sind wir unabhängiger und können für unsere Kunden Produkte nun noch flexibler und umfangreicher herstellen und bevorraten“, erklärt Torsten Grotkop, Betriebsleiter in Bremen.

Bis zu 16 Meter lange Bleche werden vollautomatisch bearbeitet

Die Strahl- und Primer-Anlage kann einzelne Bleche bis zu 16 Meter Länge und über 3 Meter Breite in einem Stück vollautomatisch bearbeiten. Die Mitarbeiter programmieren, welche Stufen ein Blech dabei durchlaufen soll. Ein kompletter Bearbeitungsprozess ist recht umfangreich. Zunächst wird das Blech auf einem Rollgang transportiert, dann auf einen Vorwärmer gelegt, um es in eine bestimmte Temperatur zu bringen, bevor es in die Strahl-Anlage geht: Hier wird der ganze Zunder herunter gestrahlt. Eine Kontrollinstanz überprüft, ob das Strahlbild in Ordnung ist, und bei Erfolg wird das Blech automatisch in die Lackierkabine geführt. Abschließend durchläuft das Produkt noch einen Trockentunnel.

Riesige Portalkräne wurden zusätzlich angeschafft

Diese ausgeklügelte Technologie hat ihren Preis: „Für die hochmoderne Strahl- und Primer-Anlage hat Klöckner über 3,7 Millionen Euro investiert“, sagt Torsten Grotkop.  Die beeindruckende Maschine ist installiert in einer Halle auf der Kap-Horn-Straße 26, die Klöckner zusammen mit einem Freilager im Rahmen seiner Expansion am 1. Januar 2018 zusätzlich zum nahegelegenen Standort auf der Kap-Horn-Straße 2 gemietet hatte. Für das neben der Halle befindliche 16.000 Quadratmeter große Freilager hat Klöckner extra zwei riesige Portalkräne mit einer Spurbreite von 60 Metern angeschafft, um die Schiffsbleche und -profile adäquat transportieren und lagern zu können. Insgesamt sind am Standort in Bremen über 4,4 Millionen Euro investiert worden.

 

 

 

 

 

 

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