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Goldgräberstimmung, Kängurus am Strand und verkuschelte Rochen

Eben noch im tiefsten Outback, wenige Stunde später schon in einer pulsierenden Millionenmetropole: Ende Februar erreichte Maike Güsgen per Flugzeug Perth, die Heimat ihrer Schwester. Die größte Stadt in Western Australia sollte Ausgangspunkt sein für all die spannenden Erlebnisse, die die letzten Wochen des Australienabenteuers prägen werden. Zunächst ließ es Maike Güsgen entspannt angehen, zum Beispiel beim Jet Ski-Fahren, beim 4-Wheels-Drive am Strand oder beim Erkunden von Perth. Parallel lief natürlich auch wieder die Jobsuche, denn es musste ja Geld her für die kommenden Unternehmungen.

Über ihre Schwester bekam die junge Frau schließlich einen Kontakt zu einer „Drilling Company“ – einer Firma, die auf einer Mine nach Gold bohrt. Wieder im weit entfernten Outback, nur unter Männern und ziemlich harte Arbeit. Im Bewerbungsgespräch machte der Chef der Drilling Company daher klar, dass er eine „toughe Frau“ braucht. Güsgen sagte: „Okay, ich versuche das einfach mal.“

Ordentlich schuften in einer Goldmine

Am nächsten Tag ging es schon los. Acht Stunden brauchte der Zug, bis Maike Güsgen die Minenstadt Kalgoorlie im Outback erreichte. Gold geschürft hat sie dort nicht. „Alle Anfänger beginnen in den Werkstätten. Wenn sie bestimmte Schulungen absolviert haben, können sie später einmal in den Minen arbeiten“, erklärt Güsgen. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die rückkehrenden LKW aus den Minen wieder auf Vordermann zu bringen: die mit rotem Schlamm verdreckten Maschinen reinigen, die Bordküchen bestücken, Werkzeugmaterial anhand von Checklisten auffüllen. „Das war richtig harte Arbeit, immer so zehn Stunden täglich, ohne Wochenende.“ Dass sie nur unter Männern war, störte Maike Güsgen nicht: „Die waren alle sehr nett. Abends waren wir häufig noch im Team zusammen was essen in der Stadt.“ Nach drei Wochen hatte die Weltenbummlerin genug Geld verdient, um wieder nach Perth zurückzukehren – und hier das Leben zu genießen.

Mit Kängurus zusammen am Traumstrand liegen

Nach etwas Ausruhen ging es Anfang April mit einigen Freunden mit dem Wohnwagen nach Esperance im Südwesten Australiens. Auf dieser Strecke durchquert man viele Nationalparks – unter anderem den Cape Le Grand Nationalpark. „Mein persönlicher Höhepunkt dort war die „Lucky Bay“. Sie ist bekannt dafür, dass Kängurus dort hingekommen und Kontakt mit Menschen suchen. Es war schon lustig, mit diesen Tieren zusammen an einem Traumstrand zu liegen“, sagt Maike Güsgen. Überhaupt hat ihr die Natur hier in Western Australia nochmal etwas besser gefallen als im Osten: „Es ist einfach alles noch viel unberührter und weniger touristisch. Als Naturliebhaber findet man hier ein echtes Paradies vor.“

Mit 4-Wheel-Drive zum Muschel-Strand

Zurück in Perth wurde es langsam schwierig mit der Suche nach neuen Jobs, weil Güsgens Visum in wenigen Wochen auslief. Für kleinere Messe-Jobs über mehrere Tage reichte es dann aber gottseidank. So konnte die junge Frau zusammen mit ihrer Schwester und Freunden nochmal einen schönen Trip unternehmen. Mit einem Camper-Trailer (einer Art aufklappbares Zelt auf dem Anhänger) und 4-Wheel-Drive fuhren sie Richtung Norden nach Exmouth. Unterwegs standen Rock Pools und tolle Strände auf dem Programm. „Ein Highlight für mich war der Shell Beach. Der komplette Strand besteht aus kleinen weißen Muscheln. Das war einfach wunderschön“, so Güsgen. Den westlichsten Punkt Australiens haben sie bei dieser Tour auch besucht – eine sehr schwer zugängliche Halbinsel. In Exmouth selbst wollte Maike Güsgen eigentlich mit Buckelwalen schwimmen, „aber leider war die Saison dafür vorbei, wie wir etwas enttäuscht feststellten.“

Rochen streicheln und Surf-Events mit Hai-Alarm

Von ihrer Basis in Perth aus machte die reiselustige Frau in den wenigen verbleibenden Wochen dann noch einige kleinere Trips. Zum Beispiel nach Hamelin Bay. „Der Strand ist bekannt dafür, dass dort große Rochen hinkommen. Die lassen sich sogar streicheln“, berichtet Maike Güsgen. Oder zu einem bekannten Surf-Cup in Margaret River. „Das war spannend, so ein Surf-Event mal live mit zu erleben. Zwischendrin wurde sogar einmal abgebrochen, weil es Hai-Alarm gab“, erinnert sie sich.

Trauriger Abschied und schwerer Start in Deutschland

Der Gedanke daran, dass es bald zurück nach Deutschland gehen sollte, fiel ihr recht schwer. „Ich hätte locker noch ein Jahr dranhängen können“, sagt Maike Güsgen lachend. Die letzten Tage in Perth nutze sie dann, um sich nach und nach von liebgewonnenen Menschen und Orten zu verabschieden. „Ich war richtig traurig.“ Vom australischen Winter brachte sie der Flieger Mitte Juni zurück in den deutschen Sommer. „Den Start hier fand ich schon schwierig. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, wieder meine Familie und Freunde zu sehen. Aber am Anfang war ich noch recht wehmütig. Es ist ein bisschen so, als wäre ein sehr langer toller Urlaub zu Ende gegangen.“ Nach und nach stellte sich aber wieder Normalität ein – auch in ihrem Job bei Klöckner.

Der nächste Australientrip ist schon in Planung: Den Norden möchte sich Maike Güsgen im nächsten Jahr mal etwas genauer anschauen – „nur“ für vier Wochen. Und für all diejenigen Leserinnen und Leser, die jetzt auch Lust bekommen haben auf ein Jahr „Auszeit“, hat sie einen Tipp: „Ich glaube die Leute, die so etwas machen wollen, sollten das auf jeden Fall tun – egal welche Konsequenzen das hat“, sagt Güsgen. „Ich hätte nicht gedacht, wie schnell man in einem anderen Land zurechtkommen kann. Da braucht man keine Ängste haben.“

Mehr Infos über Western Australia finden Sie HIER.

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Metropolen-Feeling, eine einsame Insel – und etwas Magie

Angekommen in Australiens größter Stadt, musste zunächst eine Unterkunft her: Fündig wurden Maike Güsgen und ihre Freundin Theresa dann in einer 7-Mann-WG mitten im Zentrum von Sydney. Die anschließende Jobsuche hatte es in sich: „Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das immer sehr schnell geklappt. In Sydney war das aber eine echte Herausforderung. Ich habe sehr viel gesucht, viele Vorstellungsgespräche gehabt, aber ein Job kam zunächst nicht dabei herum. Das war schon ein wenig frustrierend“, erinnert sich Maike Güsgen.

Sydney
Gift Shop

Eigentlich wollte sie auch nicht im gastronomischen Bereich arbeiten, aber nach zwei Wochen voller Absagen erwog sie auch diese Option. Weil es in Australien eine sehr strenge Handhabe mit dem Alkoholausschank gibt, brauchen Beschäftigte in dem Gewerbe ein spezielles Zertifikat. Und genau das haben Maike und ihre Freundin dann auch während einer nicht ganz günstigen Schulung erworben – und sich damit beworben. „Eine Zusage habe ich dann aber von einem Geschenke-Shop bekommen. Und da habe ich auch sofort angefangen“, so Güsgen.

Gearbeitet hat sie dort für die nächsten zwei Monate – 6 Stunden montags bis freitags, zur Weihnachtszeit auch mal etwas mehr.

Sydney: Darling Harbour, Beach Walks und spektakuläres Silvester

Abends und am Wochenende blieb aber noch genug Zeit, um die Metropole Sydney kennenzulernen. Zum Beispiel, um mit den WG-Freunden das Ausgehviertel Darling Harbour zu genießen. Oder einen der zahlreichen Beach Walks rund um Sydney zu erkunden. „Auch in der Umgebung haben wir tolle Ausflüge gemacht. Zum Beispiel zum Royal National Park mit den Figure 8 Pools. Das sind natürliche Pools in Felsen, die die Form einer Acht haben“, erklärt Güsgen. Ihre Zuneigung zur australischen Millionenstadt kam erst mit der Zeit: „Am Anfang hat mir das gar nicht so gefallen. Dann habe ich aber immer mehr schöne Ecken für mich entdeckt. Ich war auch erstaunt, wie schnell ich mich zurechtgefunden und dann auch wohlgefühlt habe, so weit weg von zuhause“, so Güsgen. Ein echtes Highlight für sie in Sydney war dann Silvester. „Wir haben zusammen mit einigen Bekannten, auch aus unserer Zeit im Nordosten, gefeiert. Das Feuerwerk war ziemlich spektakulär: Egal, wohin man schaute, überall wurden Raketen gezündet, sogar von den Schiffen im Hafen aus. Einfach toll!“

Lord Howe Island: Klettertouren und Nachtschnorcheln

Ein Kontrastprogramm zum trubeligen Sydney war Maike Güsgens nächste Station: Anfang Februar flog sie mit ihrer Freundin und ihrer Schwester, die extra aus Perth angereist war, nach Lord Howe Island. „Das war ein Geheimtipp meiner Schwester. Die Insel liegt knapp 2 Flugstunden östlich von Sydney und ist noch ziemlich unbekannt“, verrät Maike Güsgen. Gerade einmal 11 Kilometer ist das Eiland lang, autofrei und Nahrungsmittel werden in der Regel nur alle zwei Wochen angeliefert. „Lord Howe Island ist ein echtes Schnorchelparadies mit schönen Stränden.

Und es gibt tolle Möglichkeiten zu wandern, was ich persönlich sehr gerne mag“, beschreibt Güsgen. Beides haben die drei Frauen dann auch ausprobiert. „Das Klettern auf einen der beiden Berge war ziemlich anstrengend, an ganz steilen Wänden entlang. Es hat aber großen Spaß gemacht“, so Güsgen. Als Highlight empfand sie auch das Nachtschnorcheln: Zusammen mit einem Tourguide und einer Taschenlampe in der Hand im dunklen Ozean zu treiben „war schon etwas gruselig.“

Ayers Rock: Extreme Natur mitten im Outback

Etwas wehmütig nach dem einwöchigen Erholungsurlaub nahmen Maike Güsgen und ihre Freundin dann den Flieger zurück nach Sydney. Um sich direkt schon auf das nächste Abenteuer vorzubereiten: Das Outback mit dem heiligen Monolithen Ayers Rock wollte entdeckt werden. Vor Ort haben die jungen Frauen dann eine mehrtägige Tour auf und um den berühmten Felsen herum unternommen. „Der Uluru ist zwar nicht sonderlich hoch mit seinen 350 Metern, aber dafür sehr steil und er heizt sich sehr stark auf. Trotz der extremen Bedingungen gibt es erstaunlich viele Pflanzen und Tiere zu beobachten“, erinnert sich Maike Güsgen. Nachts hat die abenteuerlustige Truppe unter freiem Himmel geschlafen. „Der Sternenhimmel in der australischen Wüste war einfach nur atemberaubend. Da war es auch gar nicht mehr so schlimm, um 4 Uhr morgens aufzustehen für die Tour.“

Wie Maike Güsgens Abenteuer Australien im weiten Westen weitergeht, erfahren Sie in wenigen Wochen im dritten – und letzten – Teil unserer Story. Wir sind genauso gespannt wie Sie!

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Das Abenteuer Australien beginnt

Als Maike Güsgen vor 3 Jahren ihre in Australien lebende Schwester besuchte, wurde ihr schnell klar: Hier will ich nochmal hin – und das für eine längere Zeit! Zurück in Deutschland erkundigte sie sich nach Möglichkeiten und entdeckte das Visum „Work and Travel“, bei dem – wie der Name schon sagt – Reisen mit Arbeiten verbunden werden kann. Weil dies nur bis zum Alter von 30 Jahren möglich ist, nahm die damals 27-Jährige all ihren Mut zusammen. Anfang 2018 entschied sie sich, für ein Jahr nach Australien zu gehen.

Dafür gab sie eine ganze Menge auf: Sie kündigte ihren damaligen Job bei Klöckner sowie ihre Wohnung und verkaufte ihr Auto. Ihr damaliger Chef Patrick Grewer unterstützte ihren Wunsch und bedauerte gleichzeitig, eine gute Mitarbeiterin gehen zu lassen. Nach einigen Verhandlungen kam Klöckner der jungen Frau mit einem großzügigen Angebot entgegen: Sie konnte bereits im März 2018 einen Vertrag unterschreiben für eine Stelle, die sie direkt nach ihrem Trip im Juli 2019 antreten könnte. Mit dieser Sicherheit konnte Maike Güsgen wesentlich entspannter ihr Abenteuer Australien beginnen.

Brisbane

In Brisbane: Gut vorbereitet auf Work and Travel

Die grundsätzliche Route für ihren einjährigen Aufenthalt plante sie vorab mit Beratern in einem spezialisierten Reisebüro. Als Startpunkt wurde die Stadt Cairns im Nordosten Australiens festgelegt. Ihre Freundin Theresa begleitete Maike Güsgen zunächst, was den Start ins Ungewisse auch etwas vereinfachte. Gemeinsam landeten die beiden Abenteurerinnen im Juni 2018 in der Millionenstadt Brisbane an der australischen Ostküste. Dort nahmen sie an einer Einführungswoche teil, in denen wichtige organisatorische Dinge für Menschen mit Work and Travel-Visum erklärt und geregelt wurden.

Cairns: Regenwald-Touren und die Suche nach dem ersten Job

Mit dem Flieger ging es dann ins Backpacker-Paradies Cairns, wo die beiden Freundinnen rund zwei Wochen blieben. „Unsere Hostels haben wir immer nur für ein bis zwei Tage gebucht, um flexibel zu bleiben“, erklärt Maike Güsgen. Sie machten Touren durch die nahen Regenwälder, besuchten einen Koalapark – und hielten Ausschau nach möglichen Jobs. „Ich wollte immer gerne auf einer Farm arbeiten“, so Güsgen. In Gesprächen mit anderen Work-and-Travellern stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach war, an gute Jobs zu kommen. Das verunsicherte die jungen Frauen etwas. Sie schienen aber mehr Glück zu haben: Maike Güsgen kam in Kontakt mit einem Bauern, der ihnen Jobs auf einer Kartoffel- und Avocado-Farm anbot.

Atherton: Kartoffeln ernten und Avocados pflücken auf der Farm

In Atherton, rund eine Stunde entfernt von Cairns, zogen die beiden Freundinnen ins Haus des Farmers ein und begannen ihren ersten Job. „Am Anfang war es schon eine Herausforderung zu kommunizieren. Australier haben einen sehr speziellen Akzent“, erinnert sich Güsgen und muss etwas lachen. Die Verständigung funktionierte aber zusehends und der Farmer gab sein Bestes, den beiden auch die Gegend schmackhaft zu machen. Zum Beispiel bei einer Heißluftballonfahrt oder bei einem Regenwald-Spaziergang zu den bekannten Milla Milla Falls. Insgesamt vier Wochen arbeiteten Maike und Theresa auf der Farm, montags bis freitags für jeweils 8 Stunden. Sie sortierten zum Beispiel die geernteten Kartoffeln. „Faule Kartoffeln mussten raus. Tote Ratten oder Kröten waren durchaus auch mal dabei“, so Güsgen. Außerdem pflückten sie Avocados, jäteten Unkraut, bauten Zäune, säuberten die Hallen. „Ein ziemliches Kontrastprogramm zu meinem Bürojob. Es war anstrengend, hat aber auch großen Spaß gemacht“, findet Güsgen.

Magnetic Island: ein bisschen arbeiten und gaaaanz viel Strandleben

Anfang August 2018 ging es dann weiter mit dem Bus Richtung Süden ins schöne Städtchen Townsville – noch ohne konkreten neuen Jobplan. „Auf der Busfahrt habe ich einen Anruf bekommen, dass wir auf der naheliegenden Magnetic Island in einem kleinen Hotel arbeiten könnten. Das war pures Glück“, erinnert sich Güsgen. Mit der Fähre setzten die Abenteuerinnen auf das kleine Eiland über und erlebten eine großartige Zeit. Kost und Logis in dem Hotel gab es umsonst, dafür mussten sie 4 Tage à 6 Stunden in der Unterkunft mitarbeiten. In ihrer großzügigen Freizeit genossen Maike und Theresa mit vielen anderen netten Leuten die Strände, wanderten, grillten am Lagerfeuer, machten „Froschrennen“. Aus den geplanten zwei Wochen wurden schließlich sechs. Und sie wären vielleicht noch länger geblieben, hätten nicht noch andere Ziele auf der Agenda gestanden. Außerdem nahte die Quallenzeit im Oktober, die die beiden Freundinnen umgehen wollten.

Surfers Paradise

Whitsunday Islands, Fraser Island, Surfer´s Paradise: die Südtour geht weiter

Also ging es zurück nach Townsville und von dort mit dem Bus weiter südlich nach Airlie Beach. Die weltbekannten Whitsunday Islands erkundeten die beiden Freundinnen von hier aus bei einer dreitägigen Bootstour. „Bei strahlendem Sonnenschein haben wir viele Strände, unter anderem den White Heaven Beach, genossen und sind geschnorchelt. Ein Traum“, so Güsgen. Danach ging die Bustour die Ostküste Richtung Süden weiter – mit weiteren spannenden Zwischenstopps. In Agnes Water machten die jungen Frauen zum Beispiel einen Wellenreitkurs, auf Fraser Island stellte Maike Güsgen bei einem 4-Wheel-Drive durch den Sand ihre Fahrkünste unter Beweis. Bei der Weiterreise standen dann noch einige Städte auf dem Programm: erneut die Metropole Brisbane, dann Surfer´s Paradise – das Miami des Südens – und Byron Bay mit seinem historischen Leuchtturm. „Leider war das Wetter zu dieser Zeit sehr schlecht und wir konnten nicht viel unternehmen. Deswegen sind wir einen Monat früher als geplant in Sydney eingetrudelt, Mitte Oktober“, erinnert sich Güsgen.

Wie ihr Abenteuer Australien in der Hauptstadt weitergeht, erfahren Sie in wenigen Wochen im zweiten Teil unserer Story. Es wird wieder spannend – freuen Sie sich drauf!

Hier gibt es Infos zu Work and Travel in Australien

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Großes Finale in Down Under

Nach spektakulären Erlebnissen in Südamerika und anschließend in Mittelamerika sowie in den USA steuerten Christian Schrade und seine Freundin ihr finales Weltreiseziel an: Am 26. Dezember 2018 ging es per Flieger von Hawaii nach Melbourne. Sehr gewöhnungsbedürftig war in diesem Fall die Zeitverschiebung: Lag das Pärchen in Hawaii noch 11 Stunden hinter der Ortszeit Deutschlands, waren sie in Australien 9 Stunden voraus.

Melbourne: Metropole mit Flair

„Melbourne hat uns sehr gut gefallen. Der Hafen, die Skyline, viele Grünanlagen und Bars – all das hatte jede Menge Flair. Trotz 40 Grad Celsius konnte man es sehr gut aushalten“, schildert Christian Schrade. Nach drei Tagen in der australischen Metropole erkundeten die Weltenbummler die berühmte Great Ocean Road mit einem Mietwagen. „Man fährt im Grunde die ganze Zeit am Wasser entlang. Und kann jederzeit anhalten, um den Blick zu genießen“, so Schrade. Pünktlich zum Jahreswechsel waren die Beiden wieder zurück in Melbourne – und erlebten hier ein spektakuläres Feuerwerk im Hafen.

Cairns, Great Barrier Reef, Whitsunday Island: einmal die Ostküste entlang

Direkt im neuen Jahr ging es mit dem Flieger Richtung Norden nach Cairns. Hinter der Küstenstadt, die als Backpacker-Paradies gilt, beginnt unmittelbar der Regenwald. Mit einem gemieteten Camper inklusive Schlafplatz und kleiner Küche nahm sich das Pärchen von dort aus die Ostküste Richtung Süden vor. „Halt gemacht haben wir immer dann, wenn wir Lust hatten. Zum Beispiel für eine Schnorcheltour am Great Barrier Reef oder einen Besuch zu den Whitsunday Islands“, erinnert sich Schrade. Die Tour zu den karibisch anmutenden Inseln mussten sie allerdings mehrmals verschieben, weil das Wetter nicht mitspielte. „Das gehört auch dazu“, so Schrade.

Koalas und Kängurus in Sicht

Zu einem richtigen Australienurlaub gehört auch, einmal Koalas und Kängurus in freier Wildbahn zu sehen. Letztere bekam das Weltenbummler-Pärchen auch relativ häufig zu Gesicht – zunächst aber leider als Unfallopfer am Rande der Highways. „Ein sehr zutrauliches Känguru haben wir dann aber auf einem Campingplatz erleben dürfen“, so Schrade. Glück hatten sie auch mit den etwas scheueren Koalas: Einmal erspähten sie sogar ein Prachtexemplar auf einem Eukalyptusbaum. In einem Koala-Krankenhaus haben sie dann eine ganze Reihe von den flauschigen Bären live sehen können.

Sightseeing in Sydney: von Blue Mountains bis Opernhaus

Am 26. Januar, nach über drei Wochen, sind die Beiden dann wieder in Sydney eingetrudelt und haben dort ihren Camper abgegeben. Zum örtlichen Sightseeing gehörten ein Abstecher in die nahen Blue Mountains und die Hotspots von Sydney – darunter natürlich die Harbour Bridge und das weltberühmte Opernhaus. „Es war schon ein toller Moment, vor diesem australischen Symbol schlechthin zu stehen und sich klar zu werden, dass man jetzt auf der anderen Seite der Erde ist, ganz weit weg von zuhause“, so Schrade.

Ankunft in Neuseeland: Ganz schön grün hier

Am 29. Januar flog das Pärchen weiter von Sydney nach Queenstown in Neuseeland. „Auch wenn das der Abschluss unserer Reise war, haben wir uns sehr darauf gefreut. Da wollten wir nochmal Vollgas geben“, so Schrade. Schon bei der Ankunft hat ihm sofort die grüne Berglandschaft imponiert. Außerdem war es kühler als in Australien mit angenehmen 25 Grad Celsius. „Auch die Menschen in Neuseeland haben uns gefallen – sehr offen, freundlich, entspannt und interessiert, ähnlich wie die Australier“, erklärt Schrade.

Neuseelands Südinsel: Fjorde, Gletscher, Whale-Watching

Die Nord- und Südinsel haben die beiden Weltenbummler wieder mit einem Camper erkundet – und dabei stolze 5.000 Kilometer in knapp drei Wochen zurückgelegt. Von Queenstown aus sind sie zuerst zum bekannten Fjord Milford Sound. Hier konnten sie die spektakuläre Kulisse von einem Boot aus bewundern – auch bei grauem Wetter im Regen! Von dort ging es zu zwei bekannten Gletschern. „Eigentlich war da eine Tour mit dem Hubschrauber geplant, die musste wegen schlechten Wetters leider abgesagt werden. Am nächsten Tag ging es dann zumindest zu einem der beiden Gletscher, Landen war aber leider nicht möglich“, schildert Schrade. Weiter im Osten der Südinsel war dann eine Whale-Watching-Tour geplant, wo man zu 95 Prozent Wale sieht. „Wir gehörten leider zu den 5 Prozent“, sagt Christian Schrade lachend. „Aber so ist das mit der Natur. Tiere und Wetter kann man nun mal nicht beeinflussen. Und das ist ja auch gut so.“ Der Abschluss der Südinselroute war dann wiederum sehr schön: eine Bootstour im Abdel-Tasman-Nationalpark.

Neuseelands Nordinsel: von Kanufahrten und vulkanischen Quellen

Mit der Fähre setzten Schrade und seine Freundin zur Nordinsel über nach Wellington. Von dort haben sie sich zur einer mehrtägigen Kanufahrt auf einem Fluss im Inselinneren aufgemacht. „Das war ein Highlight mitten in der Natur. Aber auch sehr anstrengend, bei 30 Grad Celsius zu paddeln und Hindernissen auszuweichen“, so Schrade. Danach ging es nach Rotorua, die Stadt der Schwefelquellen. „Fast überall riecht es dort nach faulen Eiern. Das war schon sehr speziell“, erzählt Schrade. Zum Abschluss ihres Neuseeland-Aufenthalts war das Pärchen noch drei Tage in der Millionenstadt Auckland, um den Camper abzugeben und die Reise langsam ausklingen zu lassen. „Toll war, dass wir uns trotz dieser großartigen Weltreise wieder auf zuhause gefreut haben und nicht in ein Loch gefallen sind. Das war uns sehr wichtig“, sagt Schrade.

Zurück in der Heimat Ende Februar sei man doch erstaunlich schnell wieder im Alltag drin gewesen. Schrade findet, dass es aber auch etwas Schönes sei, wieder einen bekannten Tagesablauf zu haben. „Eine Weltreise würde ich jedem Reiselustigen einmal empfehlen. Es hat sich hundertprozentig gelohnt.“ Eine große Reise wird es laut Schrade bestimmt wieder geben – in ein paar Jahren.

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Atacama Wüste

In 4,5 Monaten um den ganzen Globus

„Ich bin die erste Person bei Klöckner, die so etwas wie ein Sabbatical gemacht hat. Mein Abteilungsleiter und Niederlassungsleiter haben die Idee sofort begrüßt und gefördert“, sagt Christian Schrade. Zusammen mit dem angesammelten Urlaub ist so ein Zeitraum entstanden, in dem er mit seiner Freundin einen Traum verwirklichen konnte: Vom 19. Oktober 2018 bis 27. Februar 2019 begab sich das Paar auf eine Weltreise. Mit der Planung hat es rund ein Jahr vorher begonnen. Umfassend haben sich die beiden Reiselustigen dafür vor allem in Reiseberichten und Blogs im Internet informiert. Das weitläufige Südamerika wollten sie dabei besonders ausführlich genießen.

Torres del Paine
Torres del Paine
Atacama Wüste
Atacama Wüste

Erste Stationen der Weltreise: Argentinien und Chile

So ging der Flug zunächst nach Buenos Aires. Die prächtige Hauptstadt Argentiniens hat das Pärchen für drei Tage erkundet. Dann folgte ein Flug nach Ushuaia: Der Urlaubsort im äußersten Süden des Landes trägt nicht umsonst den Beinamen „Ende der Welt“. Von hier erreichten die Weltenbummler nach einer 12-stündigen Busfahrt Puerto Natales. Dieser Ort in Chile bildete den Ausgangspunkt für eines der persönlichen Highlights dieser Weltreise: der Torres del Paine Park. „Insgesamt sind wir an fünf Tagen ungefähr 80 Kilometer durch diese fantastische Landschaft gelaufen. Die Strecke war teilweise ganz schön herausfordernd, es war eine Mischung aus Wandern und Bergsteigen. Nachts haben wir auf Campingplätzen in Zelten geschlafen“, schildert Christian Schrade. Mit dem Flugzeug erreichte das Pärchen anschließend das nächste Ziel: Santiago de Chile. Von hier aus ging es in die bizarre Atacama-Wüste, den wohl trockensten Ort der Welt. „Das sah aus wie eine Mondlandschaft, absolut unglaublich“, erinnert sich Schrade.

Peru und Kolumbien: Die Weltreise geht weiter

Das etwas weiter nördlich gelegene Peru stand anschließend auf dem Reiseprogramm. Natürlich haben sich Christian Schrade und seine Freundin dort auch die weltberühmte Tempelanlage Machu Picchu angeschaut. „Allerdings hatten wir etwas Pech mit dem Wetter.“ Umso spannender war die viertägige Dschungelexpedition in den Amazonas-Regenwald, die das Pärchen unternahm. „Es war ziemlich beeindruckend, so weit entfernt von der Zivilisation unterwegs zu sein. Ohne jeglichen Handyempfang. Das hat uns schon sehr demütig vor der Natur gemacht“, erklärt Christian Schrade. „Wir haben Affen, Faultiere, Süßwasserdelphine und sogar einen 3 Meter langen Kaiman gesehen.“ Noch ein bisschen weiter Richtung Norden ging es per Flieger im Anschluss – nach Bogota.

Machu Picchu
Machu Picchu
Dschungel
Dschungel
Insel San Andres
Insel San Andres

Nach etwas Sightseeing in der hochgelegenen Hauptstadt Kolumbiens stand Erholung an: Auf den Karibikinseln San Andres und Providencia genoss das Pärchen türkisfarbenes Meer und feinpulvrigen Sandstrand – und das Anfang Dezember! Mit dem Rückflug in die kolumbianische Stadt Cartagena endete das überaus ereignisreiche Kapitel Südamerika.

Wer jetzt noch nicht genug bekommen hat beim Lesen: Wir begleiten Christian Schrade noch weiter auf seiner Weltreise. Die nächsten Stationen heißen Panama, USA, Australien und schließlich Neuseeland.

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