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Wandel erleben über den Dächern des Ruhrgebiets

Bei der Begrüßung bezeichnete KCD-Geschäftsführer Sven Koepchen (linkes Bild: Mitte) die Stadt Dortmund als „einen perfekten Ort“ für das Klöckner Forum Mehrwert Transformation. Denn wie beim Stahlkonzern auch hat sich in der Ruhrgebietsmetropole in sehr kurzer Zeit ein dramatischer Wandel vollzogen: Da, wo etwa vor einigen Jahren noch Tausende Menschen in einem riesigen Stahlwerk arbeiteten, ist heute ein künstlicher See – das Wohn- und Naherholungsgebiet Phönixsee. Auch die Location des diesjährigen Events ist ein Zeichen für Strukturwandel pur: Das Dortmunder U hat sich von einer Traditionsbrauerei zum Kunst- und Kulturzentrum gemausert. Danach richtete Herr Jens Wegmann (linkes Bild: Links) als Mitglied des Vorstands der Klöckner Holding Grußworte an die Gäste.
Ähnlich wie beim Klöckner Forum 2018, hatten die Gäste auch hier einen spektakulären Blick über die Umgebung. Über 120 Personen, darunter Kunden, Partner und Pressevertreter, waren der Einladung ins „The View“ gefolgt. Sie erlebten einen sehr abwechslungsreichen Tag, an dem hochkarätige Referenten das Thema „Transformation“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Durch das Programm führte, wie in den letzten beiden Jahren, Moderatorin Kerstin Stromberg-Mallmann (linkes Bild: Rechts).

Transformation: digitale Tools und Smart Factories

Patrick Grewer, Head of E-Business & Marketing bei Klöckner Deutschland, befasste sich zunächst mit der Frage: Wie hat sich Kommunikation in den letzten Jahren gewandelt und wie wird sie in Zukunft aussehen? Klöckner erlebt, dank einer zunehmend digitalen kommunikativen Strategie, eine tiefgreifende Transformation: vom Lieferanten zum Partner bzw. Servicedienstleister, der seine Kunden genaustens kennt. Grewer machte aber auch klar, „dass es kein entweder analog oder digital gibt“: Digitale Tools sollen Klöckner-Mitarbeiter vielmehr entlasten, sodass sich diese bei Themen wie Anarbeitung intensiver face-to-face mit Kunden austauschen können. Die Qualität der Kommunikation steigt so insgesamt.
Wie eine „Smart Factory“ aussieht, darüber referierte im Anschluss Dr. Christoph Rüttimann, CTO der schweizerischen Bystronic Gruppe. Er veranschaulichte, wie effizient ein Produktionsnetzwerk ohne menschliche Mitarbeiter dank Automatisierung und Digitalisierung sein kann. Gleichwohl machte er klar, dass die Transformation zur „smart factory“ auf verschiedenen Ebenen geschieht: Sie gelänge nur, wenn Business-, Technologie- und Organisations-Strategie darauf abgestimmt seien.

Transformation: digitale Disruptoren und Künstliche Intelligenz

Das Verlagswesen und der Stahlhandel seien ähnlich stark von der Digitalisierung getroffen worden, konstatierte Christoph Keese (linkes Bild), CEO von Axel Springer hy. Sowohl Klöckner als auch Springer hätten diese Herausforderungen angenommen und in Erfolg umgewandelt. Anhand von eindrucksvollen Beispielen zeigte Keese, dass „Disruptoren“, die einen Markt aufmischen, meist gar nicht aus dieser Branche kommen. Schließlich verdeutlichte er noch, warum Plattformökonomie immer wichtiger wird für Betriebe.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause, in der die Gäste gemeinsam speisen, intensiv networken und den Ausblick genießen konnten, ging es weiter im Programm. Chris Boos (rechtes Bild), Gründer und CEO von Arago, räumte zunächst mit Vorurteilen gegenüber Künstlicher Intelligenz auf. Boos, der auch die Bundesregierung zu diesem Thema berät, zeigte spannende Beispiele dafür, wozu KI heute bereits fähig ist. Mit Blick in die Zukunft animierte er die Gäste: Machen Sie etwas! Denn KI sei ein Thema für jedermann.

Transformation: Blick in die Zukunft und Einkauf 4.0

Ob die Zukunft einfacher wird, nur weil sie schneller wird – diese Fragen standen im Mittelpunkt von Dirk Herrmanns Vortrag (linkes Bild). Der Zukunftsdenker und Historiker war bereits zum dritten Mal beim Klöckner Forum dabei, er sprach schon von „Brauchtum“. Mit starken Bildern vermittelte er dem Publikum, wie digitale Disruption bewährte Geschäftsmodelle auf den Kopf stellt. Sein Fazit: Veränderung ist niemals einfach, aber notwendig. Die letzte Präsentation widmete sich dem Thema „Procurement 360 Grad.“ Bernd Kohring (rechtes Bild), Einkaufsleiter bei SEW Eurodrive zeigte hier, wie auch Einkauf und Beschaffung durch die Digitalisierung transformiert werden.
Nach einer kurzen Abschlussdiskussion konnten die Gäste mit vielen Eindrücken den Tag bei strahlendem Sonnenschein ausklingen lassen. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben ein rundum gelungenes Event mit absolut hochkarätigen Referenten erlebt, die vielfältige Blickwinkel auf das Thema Transformation gegeben haben. Und viel Zeit zum Austauschen und Netzwerken hatten unsere Gäste auch“, resümiert Sven Koepchen. 2020 soll die erfolgreiche Veranstaltungsreihe Klöckner Mehrwert Forum weitergehen.

Mehrwertmacher

Team E-Business und Marketing: Das sind wir

„Im Zuge der Digitalisierung sind unsere Aufgaben noch abwechslungsreicher und vielfältiger geworden. Mit dem jetzigen Team werden wir uns den kommenden Herausforderungen und Fragestellungen stellen“, erklärt Patrick Grewer, der seit Januar 2019 die Abteilung leitet. Zu seinem Team gehören die Bereiche Marketing, E-Business und Vertriebssteuerung. Seit rund zwei Monaten ist zudem ein Videojournalist an Bord, um die Klöckner-Kommunikation auch verstärkt in Bewegtbildern umzusetzen.

Marketing: von Online-Redaktion über Events bis hin zur Videoproduktion

Messestand Tube 2018Bereits im zwölften Jahr – und damit Dienstältester – in der Abteilung ist Torsten Rode. Er verantwortet das Marketing zusammen mit Tanja Engel, die vor einem Jahr aus dem Klöckner-Produktmanagement wechselte. Ein Arbeitsschwerpunkt der beiden ist im zunehmenden Maße die redaktionelle Betreuung der Online-Medien. „Wir halten die Homepages von Klöckner Deutschland und Österreich inhaltlich stets auf dem aktuellsten Stand und sorgen für eine benutzerfreundliche Struktur. Dasselbe gilt für den Schnelldreher und den DigiDesk, das frühere Intranet“, erklärt Torsten Rode. Ein wichtiges Online-Medium, das derzeit zusammen mit einem neuen Partner konzipiert wird, ist ein neuer moderner Werbemittelshop – hierzu wird Schnelldreher in einigen Wochen ausführlich berichten. Ein weiterer Schwerpunk der beiden Marketingfachleute ist die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. „Dazu zählen Fachmessen, interne Events wie zum Beispiel Firmenläufe oder auch das Klöckner Kundenforum. Und natürlich unterstützen wir die Niederlassungen auch bei dezentralen Kundenveranstaltungen“, beschreibt Torsten Rode. Sämtliche Kommunikationsmaßnahmen, um die Marke Klöckner zu vermitteln, liegen auch in der Hand des Marketingteams. Wie umfassend dieses „Branding“ ist, zeigt eindrucksvoll die Mehrwert-Kampagne, die federführend Torsten Rode von Beginn an betreut.

Und weil man Image – und nicht nur das – besonders gut in Bewegtbildern festhalten kann, verstärkt seit Januar 2019 der Videojournalist Joel Lander das Team. Seine Expertise soll in naher Zukunft vor allem in den Social Media-Kanälen Instagram und Youtube zur Geltung kommen, um insbesondere junge Menschen für die Marke Klöckner zu begeistern. In ersten kleineren Videoprojekten konnte er sein Talent bereits unter Beweis stellen: „Auf der internen Kommunikationsplattform Yammer haben wir eine Gruppe erstellt, in der Digitalisierungsthemen mit kleinen Erklärvideos nähergebracht werden. Ein erstes Video ist diese Woche online gegangen, weitere werden regelmäßig folgen“, erklärt Joel Lander.

E-Business: den Überblick über alle digitalen Prozesse

Digitalisierungsvortrag Neumarkt 2018Weil das Thema Digitalisierung in den letzten Jahren dermaßen an Fahrt aufgenommen hat bei Klöckner, hat sich auch eine eigenständiges Team E-Business herauskristallisiert, das wiederum kontinuierlich wächst. So bekommt Julia Jordan, die 2013 zunächst im Marketingteam angefangen hat, seit Mai 2018 tatkräftige Unterstützung von Philipp Jäger. „Wir im E-Business-Team haben den Überblick über alle Digitalisierungs-Projekte bei Klöckner und koordinieren diese. Wir sind sozusagen das Bindeglied zwischen unserer Digital-Schwester kloeckner.i in Berlin und den Digitalisierungsverantwortlichen in den einzelnen Niederlassungen“, erklärt er. Zum Beispiel gibt das E-Business-Team in internen Workshops und Schulungen sein Know-how an Klöckner-Mitarbeiter weiter, unterstützt bei auftretenden Problemen mit den digitalen Tools und sorgt durch den ständigen Austausch sowohl mit den Entwicklern als auch mit den Anwendern, dass diese Tools fortwährend verbessert werden können. Ein wichtiges Aufgabenfeld ist außerdem der sogenannte Marktplatz: „Wir wollen, dass unsere Kunden nicht nur Stahlprodukte im Onlineshop erhalten, sondern auch passendes Zubehör. Das Sortiment um den Stahl herum wird also kontinuierlich ausgebaut. Dafür identifizieren wir im Team mögliche Partner und organisieren deren Anbindung an den Onlineshop“, veranschaulicht Philipp Jäger.

Vertriebssteuerung: dank transparenter Analysen Entscheidungen treffen

Um den Erfolg des operativen Geschäfts zu messen, braucht man transparente Analysen. Hier kommt Sumana Ibrahim-Lösken ins Spiel, die bereits seit 16 Jahren bei Klöckner und seit über 3 Jahren im E-Business & Marketing-Team tätig ist: „Ich bin der Zahlenmensch in der Abteilung und verantworte die Vertriebssteuerung und das Vertriebscontrolling.“ Mithilfe von Programmen wie SAP und BW erstellt sie zum Beispiel Reportings zur Messung des Vertriebserfolgs und der digitalen Kanäle. Ebenso erstellt sie kartographische Analysen, an denen man zum Beispiel die Verteilung von Roherträgen in verschiedenen Regionen sehen kann. „Letztendlich liefere ich mit meinen Analysen wertvolle Entscheidungsgrundlagen, auf deren Basis operative Maßnahmen durchgeführt werden können“, so Sumana Ibrahim-Loesken.

Trotz der teils sehr unterschiedlichen Aufgaben im Team E-Business & Marketing greifen viele Maßnahmen wie kleine Zahnräder ineinander. So schafft es das 7-köpfige Team spielend, auch in einer zunehmend komplexen digitalen Welt kompetenter Ansprechpartner und Dienstleister zu sein. Zum 1. September 2019 bekommt es dafür noch weitere Verstärkung durch eine Person: Erstmalig bildet Klöckner dann im Beruf Kaufmann-/frau im E-Commerce aus!

Teamfoto E-Business & MarketingHinten von links nach rechts:
Philipp Jäger, Sumana Ibrahim-Lösken, Julia Jordan, Patrick Grewer

Vorne von links nach rechts:
Torsten Rode, Tanja Engel, Joel Lander

Fokus Mensch

Klöckner Talentpool Führung

So fühlt sich Leadership an

Aktuell läuft bereits der zweite Klöckner „Talentpool“. Über ein Jahr erleben hier ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ohne oder mit noch geringer Führungserfahrung – ein Programm, bei dem sie sich hautnah und facettenreich mit dem Thema „Führung“ auseinandersetzen können.

Bevor es den Talentpool gab, wurden bestimmte Mitarbeiter aufgrund ihres Potenzials gefragt, ob sie sich eine Führungsposition vorstellen könnten. Das barg immer auch ein gewisses Risiko sowohl für die „Auserwählten“ als auch für Klöckner – wenn die auserwählte Person in der Praxis merkt, dass eine Führungsposition eben doch nicht so zu ihr passt wie gedacht. Dieses Risiko minimiert der Talentpool enorm und kann gleichzeitig Potenziale aufdecken: Die teilnehmenden Personen setzen sich in einem kleinen Team über mehr als 1 Jahr mit allen wichtigen Aspekten von Führung auseinander und werden somit bestens auf das nächsthöhere Management-Level vorbereitet.

Talentpool-Kandidat Patrick Grewer: Mann der ersten Stunde

Das bestätigt auch Patrick Grewer, Zentralbereichsleiter Pricing, E-Business, Marketing & Vertriebscontrolling am Klöckner-Standort Duisburg. Er war einer von acht Teilnehmenden des ersten Talentpools, der von Mitte 2016 bis Ende 2017 stattfand. „Für den Talentpool vorgeschlagen hat mich mein Niederlassungsleiter. Ich fand die Idee gut, habe mich dann für das Programm beworben und wurde zusammen mit sieben weiteren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Klöckner-Niederlassungen ausgewählt“, erinnert er sich. Dieses Team kam über besagten Zeitraum zu mehreren 2- bis 4-tägigen Modulen an verschiedenen Orten zusammen – ein guter Rahmen, um sich auch richtig kennenzulernen untereinander.  Nach einer 2-tägigen Auftaktveranstaltung mit Kletter-Event im Landschaftspark Nord wurden in den Modulen thematisch sortiert vielfältigste Aspekte rund um Leadership gemeinsam bearbeitet: von der adressatengerechten Kommunikation und Präsentationstechniken über arbeitsrechtliche Belange und Change-Management-Prozesse bis hin zum Vertriebstraining. Ausgewählte Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten die Teilnehmenden abschließend in 2er-Teams bei der Niederlassungsleiter-Sitzung Ende 2017 – und stießen auf große Begeisterung. „Die Mischung aus Soft Skills-Themen und fachlichen Aspekten war sehr gut. Selbst ein ansonsten eher trockenes Thema wie BWL/Controlling wurde dadurch spannend, dass man erfuhr, wie die anderen Teilnehmenden an ihren Standorten konkret damit umgingen“, so Grewer. Persönlich profitiert habe er auch davon, dass er sein Netzwerk während des Talentpools ausbauen konnte. Geplant ist, dass sich die „Alumni“ des ersten Talentpools einmal jährlich treffen, um ein Thema zu bearbeiten und ihr Netzwerk weiter zu pflegen. Das erste Nachtreffen fand bereits am 18. Und 19. Januar 2019 in Leipzig statt.


Die Talent-Reise geht weiter: Schnelldreher begleitet Bastian Harmeling

Ein noch ganz frisches „Talent“ ist Bastian Harmeling vom Vertrieb Flachprodukte bei der Klöckner-Niederlassung Osnabrück. Zusammen mit fünf weiteren Kollegen aus ganz Deutschland durchläuft er seit Juni 2018 die zweite Auflage des Talentpool. Zwei Module haben sie bereits absolviert: das Kennenlern-Event in Duisburg, gekoppelt mit dem so wichtigen Thema Arbeitsrecht, und einen viertägigen Aufenthalt in Velten und Berlin, bei dem es unter anderem um Digitalisierung und Kulturwandel ging. Sogar CEO Gisbert Rühl stattete dem kleinen Team einen Besuch ab und betonte, dass der Talentpool eine gute Basis für die zukünftigen Führungskräfte sei.

Bereits zur „Halbzeit“ kann Bastian Harmeling sagen, dass ihm der Talentpool eine Menge bringt: „Man bekommt einfach einen guten Überblick, was eine Führungskraft eigentlich macht und lernt die übergeordneten Strukturen kennen.“ Hochinteressant fand er die Feedbackrunde: „Zuvor wurde mir noch nie in dieser Form durch andere Menschen gespiegelt, wie ich wirke. Dadurch reflektiert man sich selbst nochmal ganz neu – und wächst auch daran.“ Umso mehr freut sich Bastian Harmeling auf das nächste Modul Ende Februar in Frechen und Köln. Der Schnelldreher wird ihn bei seiner spannenden Talent-Reise in jedem Fall weiter begleiten.

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Klöckner Digi

„Wir ebnen den Weg für die Digitalisierung“

Jeder Standort von Klöckner Deutschland beschäftigt mittlerweile einen Digitalisierungsverantwortlichen in Vollzeit, kurz „Digi“. Was genau macht eigentlich ein Digi – und warum ist er so immens wichtig für das Unternehmen? Zwei von ihnen geben einen Einblick: Marlene Moll vom Standort Mannheim und Joel Merten vom Standort Hagen.

„Die Gemeinsamkeit aller Digis ist, dass sie die Klöckner-Digitalisierungsstrategie an den jeweiligen Standorten in der Praxis vorantreiben.  Konkret vor Ort gibt es dann sicherlich nochmal unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte, je nach Standortprofil und Kundenstruktur“, erklärt Marlene Moll. Die studierte Online-Marketing-Managerin ist seit dem 15. Mai 2018 Vollzeit-Digi in der Niederlassung Mannheim, zuvor hat sie unter anderem in der Gesundheits- und Immobilienbranche gearbeitet. „Pionierarbeit in Sachen Digitalisierung bin ich gewohnt.  Bei Klöckner habe ich mich als Vollzeit-Digi beworben, weil mich begeistert, wie das Unternehmen den digitalen Wandel in der Stahlbranche vorantreibt. Jetzt animiere ich meine Kollegen zum Mitmachen, indem ich Wissen vermittle und für das Thema Digitalisierung begeistere“, erklärt sie. Genau wie Marlene Moll hat sich auch Joel Merten, Vollzeit-Digi am Standort Hagen, von extern auf die Stelle beworben – allerdings mit einem ganz anderen fachlichen Hintergrund: Der gelernte Industriekaufmann und studierte Marketing- und Medienmanager hat sowohl Berufserfahrung in der Industrie als auch im IT-Bereich. „Seit August 2018 kann ich als Vollzeit-Digi diese Kompetenzen perfekt verbinden. Klöckner kenne ich außerdem schon von klein auf, mein Opa hat hier bereits gearbeitet.“ In enger Zusammenarbeit mit den Teams vom E-Business & Marketing in Duisburg und kloeckner.i in Berlin sowie mit den anderen Digis entwickeln und realisieren die Beiden vielfältigste Projekte im Zeichen der Digitalisierung.

Den Vertrieb informieren, schulen, unterstützen – und noch viel mehr

Zum Beispiel im Aufgabenfeld „Enabling Sales People“. Es geht darum, den Vertrieb am Standort kontinuierlich über digitale Tools zu informieren, zu schulen und in jeglichen digitalen Angelegenheiten zu unterstützen. Die Vertriebsmitarbeiter können so Bestandskunden noch besser betreuen und potenzielle Neukunden schneller identifizieren und beraten. Besonders wichtig im Jahr 2019 werden dabei die Tools EDI und Kontraktplattform sein, darauf hat man sich bei den letzten „Digi Days“ im November geeinigt. „Gerade bin ich zum Beispiel dabei, einen Schulungs-Sharepoint in der Mannheim-Gruppe aufzuziehen, wo die Kolleginnen und Kollegen auf Schulungsunterlagen und -termine zugreifen können. Wie ein Wiki, das schnelle Infos zu allen digitalen Tools liefert und vor allem neuen Mitarbeitern den Einstieg sehr erleichtert“, erklärt Marlene Moll. Am Standort Hagen spielt das Thema Enabling Sales People auch eine wichtige Rolle für Joel Merten: „Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen klarzumachen, dass neben den hilfreichen digitalen Tools auch weiterhin die Kundenkommunikation per Telefon oder face-to-face essenziell sein wird. Die Digitalisierung soll vor allem entlasten, damit der Vertrieb sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann – und das ist die persönliche Kundenbetreuung.“

Den Kunden noch besser verstehen und digital fitter machen

Ein weiterer spannender Aufgabenbereich, in dem die Digis unterwegs sind, ist das „Customer Onboarding/Insights“. Durch konkrete Maßnahmen soll die Beziehung zu Bestands- und Neukunden intensiviert werden. „Dazu zählen zum Beispiel Tandem-Besuche bei Kunden, die ich gemeinsam mit Vertriebskollegen mache, um die Digitalisierungsstrategie zu präsentieren. Oder das gezielte Einholen von Kundenfeedbacks, um unsere digitalen Lösungen weiter zu verbessern und neue Ansatzpunkte für neue Tools zu erhalten“, erklärt Marlene Moll. Auch das Planen und Durchführen von standortspezifischen Online- und Offline-Marketingmaßnahmen gehört zur Arbeit der Digis. „Aktuell setze ich zum Beispiel eine Case Study auf, die ein erfolgreiches EDI-Projekt mit einem Kunden darstellt. Sie soll später als wertvolle Marketingunterlage für den Vertrieb dienen“, schildert Joel Merten. „Klöckner hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem kleinere Kunden in Zukunft noch besser digital einzubinden und zu beraten. Diese Aufgabe hat für uns in Hagen und somit für mich ebenfalls eine besonders große Bedeutung.“

Wahre Kommunikatoren mit wichtiger Schnittstellen-Funktion

Natürlich gehört es auch zum Aufgabenfeld der beiden Digis, den Erfolg all ihrer Aktivitäten zu messen und transparent zu machen – dank eines akribischen Controllings. Weil die Digis eine wesentliche Schnittstellenfunktion an den Standorten haben, sind sie zudem wahre Kommunikatoren: Kontinuierlich tauschen sie sich mit den Kolleginnen/Kollegen vor Ort, den Teams vom E-Business & Marketing sowie von kloeckner.i und eben auch mit den anderen Digis aus, um sich stets auf dem neusten Stand zu halten. Und die Kanäle sind vielfältig: Das reicht von der Info-Vermittlung per Sharepoint über den wöchentlichen Update-Call bis hin zu den halbjährlichen Digi Days. „Auf den letzten Digi Days haben wir beschlossen, dass wir von Yammer auf Teams, einer Funktion von Office365, umsteigen. Das macht die Kommunikation noch agiler und schneller. Man sucht zum Beispiel nur nach einem Wort und bekommt direkt alle Treffer angezeigt. Gleichzeitig hebelt es die direkte Kommunikation aber nicht aus“, verdeutlicht Marlene Moll.

„Ein Hansdampf in allen Gassen“ sei ein Vollzeit-Digi, findet sie. „Ich denke, dass die Entwicklung vom Digi-Verantwortlichen, der dies neben seinem Hauptjob gemacht hat, hin zum Vollzeit-Digi widerspiegelt, wie wichtig das Thema Digitalisierung innerhalb der Klöckner-Unternehmensstrategie ist. Als Schnittstellen ebnen wir den Weg für die Digitalisierung.“ Joel Merten (Rechts im Bild) sieht das ganz ähnlich: „Digitalisierung darf nicht halbherzig geschehen, gerade wenn man Pionier ist. Wir Digis sind dafür da, um die Weichen zu stellen, dass Prozesse in der Praxis automatisiert werden und Standards aufgebaut werden.“

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Klöckner kloeckner.i

Digitale Weichen für 2019 sind gestellt

Vom 27. bis 29. November 2018 war es wieder so weit: Die Digitalisierungsverantwortlichen von Klöckner & Co Deutschland und Kloeckner Metals Austria sowie das E-Business & Marketing-Team besuchten das Team der Digitaltochter kloeckner.i in Berlin, um an drei intensiven Tagen gemeinsam die digitalen Weichen für das nächste Jahr zu stellen. Auch hoher Besuch war zu diesem wichtigen Ereignis gekommen.

Nach den Digi Days im Mai 2018 galt es nun, auf die seitdem durchgeführten digitalen Maßnahmen zurückzublicken, sie zu bewerten und wichtige Weichen für die digitalen Ziele in 2019 zu stellen. Dafür haben alle Beteiligten ein sehr vielseitiges und intensives Programm auf die Beine gestellt. „Wir danken unseren Kolleginnen und Kollegen von kloeckner.i, die uns spannende Einblicke in die weitere Entwicklung unserer digitalen Tools gegeben haben. Sehr hilfreich war auch, dass dabei das bisherige Feedback aus der Praxis, etwa von den Vertriebsmitarbeitern, mit eingeflossen ist und diskutiert wurde. Denn nur durch diese Zusammenarbeit wird man kontinuierlich besser im Sinne des Kunden“, sagt Philipp Jäger vom E-Business & Marketing-Team, der die Digi Days mitorganisiert hat. Das Konzept der Digitalisierungsverantwortlichen, kurz Digis, die die Digitalisierungsstrategie von Klöckner an den jeweiligen Standorten vorantreiben, gibt es seit 2015, die „Digi Days“ als Workshop gibt es seit 2016. Dieses Jahr waren jedoch erstmals alle Digis in Vollzeit angestellt – was die sehr gute Entwicklung und auch Bedeutung des Themas Digitalisierung bei Klöckner unterstreicht.

Schwerpunkte für 2019: Kontrakt-Plattform und Schnittstellen-Management

Ein Programmpunkt an den drei Tagen waren zum Beispiel die neuen praktischen Features im Onlineshop. So wird dort etwa in Zukunft auch die Kontraktplattform integriert sein, was die Handhabbarkeit für Kunden wesentlich erhöht. Durch die neue Funktion „Regional Assortment“ können Kunden zudem sehr bald direkt sehen, welche Produkte in der jeweiligen Region verfügbar sind oder ggf. erst angefragt werden müssen – und sparen dadurch wertvolle Zeit bei ihrer Beschaffung. An Tag 2 hieß das Schwerpunkt-Thema Schnittstellen-Management – von EDI bis OCI. Hier berichteten die Digi Days-Teilnehmer von Erfahrungen mit den Tools bei Kunden und diskutierten mögliche Weiterentwicklungen. Durch EDI- und OCI-Lösungen können das Warenwirtschaftssystem eines Kunden und das von Klöckner automatisch Daten austauschen – manueller Aufwand wird so vermieden, Fehler werden reduziert, Beschaffungskosten werden gesenkt und der Prozess ist transparenter für alle Beteiligten. Am dritten Tag hieß einer der Programmpunkte Produktmarketing 2019. „Hier haben wir über Maßnahmen diskutiert, wie wir unsere Produkte noch besser für den (potenziellen) Kunden kommunizieren können. Eine Idee neben vielen wären zum Beispiel Webinare“, so Philipp Jäger.

Sogar Gisbert Rühl und Sven Koepchen machten sich ein Bild vor Ort

Die große Wertschätzung für die Digi Days und die Arbeit der Beteiligten dort zeigte sich auch in hohem Besuch: Sowohl der Vorstandsvorsitzende Gisbert Rühl als auch der KCD-Geschäftsführer Sven Koepchen sind extra zu kloeckner.i nach Berlin gekommen, um sich einen Eindruck vom Stand der digitalen Klöckner-Welt zu verschaffen. „Ich bin sehr beeindruckt vom Engagement und von der Kreativität der Digi Days-Teilnehmer. Das zeigt einmal mehr, dass Klöckner mit seiner Digitalisierungsstrategie auf einem sehr guten Weg ist. Von dem Konzept der Digis, die diese Strategie wesentlich in die Praxis umsetzen, profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden“, so Sven Koepchen.