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Wandel erleben über den Dächern des Ruhrgebiets

Bei der Begrüßung bezeichnete KCD-Geschäftsführer Sven Koepchen (linkes Bild: Mitte) die Stadt Dortmund als „einen perfekten Ort“ für das Klöckner Forum Mehrwert Transformation. Denn wie beim Stahlkonzern auch hat sich in der Ruhrgebietsmetropole in sehr kurzer Zeit ein dramatischer Wandel vollzogen: Da, wo etwa vor einigen Jahren noch Tausende Menschen in einem riesigen Stahlwerk arbeiteten, ist heute ein künstlicher See – das Wohn- und Naherholungsgebiet Phönixsee. Auch die Location des diesjährigen Events ist ein Zeichen für Strukturwandel pur: Das Dortmunder U hat sich von einer Traditionsbrauerei zum Kunst- und Kulturzentrum gemausert. Danach richtete Herr Jens Wegmann (linkes Bild: Links) als Mitglied des Vorstands der Klöckner Holding Grußworte an die Gäste.
Ähnlich wie beim Klöckner Forum 2018, hatten die Gäste auch hier einen spektakulären Blick über die Umgebung. Über 120 Personen, darunter Kunden, Partner und Pressevertreter, waren der Einladung ins „The View“ gefolgt. Sie erlebten einen sehr abwechslungsreichen Tag, an dem hochkarätige Referenten das Thema „Transformation“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Durch das Programm führte, wie in den letzten beiden Jahren, Moderatorin Kerstin Stromberg-Mallmann (linkes Bild: Rechts).

Transformation: digitale Tools und Smart Factories

Patrick Grewer, Head of E-Business & Marketing bei Klöckner Deutschland, befasste sich zunächst mit der Frage: Wie hat sich Kommunikation in den letzten Jahren gewandelt und wie wird sie in Zukunft aussehen? Klöckner erlebt, dank einer zunehmend digitalen kommunikativen Strategie, eine tiefgreifende Transformation: vom Lieferanten zum Partner bzw. Servicedienstleister, der seine Kunden genaustens kennt. Grewer machte aber auch klar, „dass es kein entweder analog oder digital gibt“: Digitale Tools sollen Klöckner-Mitarbeiter vielmehr entlasten, sodass sich diese bei Themen wie Anarbeitung intensiver face-to-face mit Kunden austauschen können. Die Qualität der Kommunikation steigt so insgesamt.
Wie eine „Smart Factory“ aussieht, darüber referierte im Anschluss Dr. Christoph Rüttimann, CTO der schweizerischen Bystronic Gruppe. Er veranschaulichte, wie effizient ein Produktionsnetzwerk ohne menschliche Mitarbeiter dank Automatisierung und Digitalisierung sein kann. Gleichwohl machte er klar, dass die Transformation zur „smart factory“ auf verschiedenen Ebenen geschieht: Sie gelänge nur, wenn Business-, Technologie- und Organisations-Strategie darauf abgestimmt seien.

Transformation: digitale Disruptoren und Künstliche Intelligenz

Das Verlagswesen und der Stahlhandel seien ähnlich stark von der Digitalisierung getroffen worden, konstatierte Christoph Keese (linkes Bild), CEO von Axel Springer hy. Sowohl Klöckner als auch Springer hätten diese Herausforderungen angenommen und in Erfolg umgewandelt. Anhand von eindrucksvollen Beispielen zeigte Keese, dass „Disruptoren“, die einen Markt aufmischen, meist gar nicht aus dieser Branche kommen. Schließlich verdeutlichte er noch, warum Plattformökonomie immer wichtiger wird für Betriebe.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause, in der die Gäste gemeinsam speisen, intensiv networken und den Ausblick genießen konnten, ging es weiter im Programm. Chris Boos (rechtes Bild), Gründer und CEO von Arago, räumte zunächst mit Vorurteilen gegenüber Künstlicher Intelligenz auf. Boos, der auch die Bundesregierung zu diesem Thema berät, zeigte spannende Beispiele dafür, wozu KI heute bereits fähig ist. Mit Blick in die Zukunft animierte er die Gäste: Machen Sie etwas! Denn KI sei ein Thema für jedermann.

Transformation: Blick in die Zukunft und Einkauf 4.0

Ob die Zukunft einfacher wird, nur weil sie schneller wird – diese Fragen standen im Mittelpunkt von Dirk Herrmanns Vortrag (linkes Bild). Der Zukunftsdenker und Historiker war bereits zum dritten Mal beim Klöckner Forum dabei, er sprach schon von „Brauchtum“. Mit starken Bildern vermittelte er dem Publikum, wie digitale Disruption bewährte Geschäftsmodelle auf den Kopf stellt. Sein Fazit: Veränderung ist niemals einfach, aber notwendig. Die letzte Präsentation widmete sich dem Thema „Procurement 360 Grad.“ Bernd Kohring (rechtes Bild), Einkaufsleiter bei SEW Eurodrive zeigte hier, wie auch Einkauf und Beschaffung durch die Digitalisierung transformiert werden.
Nach einer kurzen Abschlussdiskussion konnten die Gäste mit vielen Eindrücken den Tag bei strahlendem Sonnenschein ausklingen lassen. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben ein rundum gelungenes Event mit absolut hochkarätigen Referenten erlebt, die vielfältige Blickwinkel auf das Thema Transformation gegeben haben. Und viel Zeit zum Austauschen und Netzwerken hatten unsere Gäste auch“, resümiert Sven Koepchen. 2020 soll die erfolgreiche Veranstaltungsreihe Klöckner Mehrwert Forum weitergehen.