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Follow-up: So fühlt sich Leadership an

Zwei von vier Modulen hatte Bastian Harmeling bereits innerhalb des Talentpools absolviert, als es am 18. Februar 2019 nach Frechen und Köln ging. Hier standen zwei weitere große Themen auf der Agenda, die für eine zukünftige Führungskraft wichtig sind: BWL/Controlling und effektives, strukturiertes Arbeiten. Zunächst vertiefte Referent Markus Wernsdörfer die BWL-Grundlagen der Talents – immer auch mit direktem Klöckner-Bezug. Einen praxisnahen und spannenden Einblick in den Frechener Standort bekamen die Teilnehmenden bei einer Betriebsbesichtigung inklusive des Hochregallagers.
„Dadurch kann man die Abläufe innerhalb des Betriebs viel besser nachvollziehen. Und bekommt dadurch auch ein besseres Verständnis dafür, warum zum Beispiel bestimmte Prozesse eben eine bestimmte Zeit benötigen“, erklärt Bastian Harmeling. Abends ging es für das Talentpool-Team dann nach Köln zu einem Landgasthof. Hier ließ man den Tag bei einem Dinner mit Geschäftsführer Sven Koepchen ausklingen.

Talentpool: Wie Führungskräfte Infos nutzen und Prioritäten setzen

Der 19. Februar stand im Zeichen des Controllings. Gemeinsam mit Referent Markus Wernsdörfer schulten die Talents im Seminarzentrum des Gasthofs zum Beispiel ihr Verständnis für bestimmte BWL-Kennzahlen. „Wenn ich als Führungskraft etwa einen Investitionsantrag für eine große Halle inklusive Maschinen schreibe, benötige ich alle möglichen umfassenden Informationen. Hier habe ich ein gutes Verständnis davon bekommen, welche Informationen das sind“, so Bastian Harmeling. Diesen ganzen hilfreichen Input konnten die Talents dann abends sacken lassen bei einem schönen informellen Abendprogramm: eine Führung im Kölner Dom und in der Früh-Brauerei.
Tag 3 und 4 waren dann einem „softeren“, aber nicht weniger wichtigen Thema gewidmet: effizientes und strukturiertes Arbeiten. Der externe Referent Andreas Seitz stellte den Talents dabei unter anderem Methoden vor, mit denen man sich weniger von der Arbeit ablenken lässt. „Es war sehr hilfreich zu lernen, was alles Zeitdiebe sein können und wie man es besser schafft, Prioritäten zu setzen“, sagt Bastian Harmeling.

Talentpool: Wie Führungskräfte besser entscheiden und Werte vorleben

Rund drei Monate später stand das nächste Modul auf dem Programm. Wieder mit einer spannenden und kompakten Themenmischung: Vertriebssteuerung, Top-Down-Kommunikation sowie Führung und Kulturwandel. Dafür reiste Bastian Harmeling vom 13. bis 16. Mai 2019 zusammen mit den anderen Talents ins schöne Würzburg. Patrick Grewer, selbst Teilnehmer des ersten Talentpools und heute Leiter E-Business, Marketing, Vertriebssteuerung und Pricing bei Klöckner Deutschland, referierte am ersten Tag zum Thema Vertriebssteuerung. „Er hat uns zum Beispiel Tools vorgestellt, mit denen man Kennzahlen auswerten kann. Eine super Entscheidungshilfe, um daraus bestimmte Maßnahmen abzuleiten“, erklärt Bastian Harmeling.
An Tag 2 ging es um Top-Down-Kommunikation. Referent Andreas Seitz ließ die Teilnehmenden erarbeiten, wie die interne und externe Kommunikation effizienter gestaltet werden können. Eine Weinbergwanderung mit anschließender Verkostung rundeten diesen ereignisreichen Tag ab. „Führung und Kulturwandel“ stand an den letzten beiden Tagen auf der Agenda – überaus wichtig für die angehenden Führungskräfte. „Wie können wir das Klöckner-Leitbild leben und auch Mitarbeitern vorleben? Und wie kann man das möglichst kooperativ machen und nicht hierarchisch? Damit haben wir uns intensiv beschäftigt“, schildert Bastian Harmeling. Bei einem Knigge-Dinner am Abend haben die Talents auch noch wichtige Tischsitten mit auf den Weg bekommen.

Talentpool: Angehende Führungskräfte schreiben noch Abschlussarbeiten

Für Bastian Harmeling hat sich nach diesen beiden Modulen das Bild von einer Führungskraft komplettiert: „Ich fand die Mischung aus Fach- und Personalthemen super. Denn gute Führung braucht beides.“ Er freut sich schon auf das Präsentationsseminar am 11. und 12. Juni in Nettetal. Dort bekommen die Talents auch die Themen für ihre Abschlussarbeiten, die sie mit der Scrum-Methode erarbeiten sollen. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse präsentieren sie den Niederlassungsleitern im Oktober 2019. Der Schnelldreher wird für Sie am Ball bleiben.

Fokus Mensch

Klöckner Talentpool Führung

So fühlt sich Leadership an

Aktuell läuft bereits der zweite Klöckner „Talentpool“. Über ein Jahr erleben hier ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ohne oder mit noch geringer Führungserfahrung – ein Programm, bei dem sie sich hautnah und facettenreich mit dem Thema „Führung“ auseinandersetzen können.

Bevor es den Talentpool gab, wurden bestimmte Mitarbeiter aufgrund ihres Potenzials gefragt, ob sie sich eine Führungsposition vorstellen könnten. Das barg immer auch ein gewisses Risiko sowohl für die „Auserwählten“ als auch für Klöckner – wenn die auserwählte Person in der Praxis merkt, dass eine Führungsposition eben doch nicht so zu ihr passt wie gedacht. Dieses Risiko minimiert der Talentpool enorm und kann gleichzeitig Potenziale aufdecken: Die teilnehmenden Personen setzen sich in einem kleinen Team über mehr als 1 Jahr mit allen wichtigen Aspekten von Führung auseinander und werden somit bestens auf das nächsthöhere Management-Level vorbereitet.

Talentpool-Kandidat Patrick Grewer: Mann der ersten Stunde

Das bestätigt auch Patrick Grewer, Zentralbereichsleiter Pricing, E-Business, Marketing & Vertriebscontrolling am Klöckner-Standort Duisburg. Er war einer von acht Teilnehmenden des ersten Talentpools, der von Mitte 2016 bis Ende 2017 stattfand. „Für den Talentpool vorgeschlagen hat mich mein Niederlassungsleiter. Ich fand die Idee gut, habe mich dann für das Programm beworben und wurde zusammen mit sieben weiteren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Klöckner-Niederlassungen ausgewählt“, erinnert er sich. Dieses Team kam über besagten Zeitraum zu mehreren 2- bis 4-tägigen Modulen an verschiedenen Orten zusammen – ein guter Rahmen, um sich auch richtig kennenzulernen untereinander.  Nach einer 2-tägigen Auftaktveranstaltung mit Kletter-Event im Landschaftspark Nord wurden in den Modulen thematisch sortiert vielfältigste Aspekte rund um Leadership gemeinsam bearbeitet: von der adressatengerechten Kommunikation und Präsentationstechniken über arbeitsrechtliche Belange und Change-Management-Prozesse bis hin zum Vertriebstraining. Ausgewählte Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten die Teilnehmenden abschließend in 2er-Teams bei der Niederlassungsleiter-Sitzung Ende 2017 – und stießen auf große Begeisterung. „Die Mischung aus Soft Skills-Themen und fachlichen Aspekten war sehr gut. Selbst ein ansonsten eher trockenes Thema wie BWL/Controlling wurde dadurch spannend, dass man erfuhr, wie die anderen Teilnehmenden an ihren Standorten konkret damit umgingen“, so Grewer. Persönlich profitiert habe er auch davon, dass er sein Netzwerk während des Talentpools ausbauen konnte. Geplant ist, dass sich die „Alumni“ des ersten Talentpools einmal jährlich treffen, um ein Thema zu bearbeiten und ihr Netzwerk weiter zu pflegen. Das erste Nachtreffen fand bereits am 18. Und 19. Januar 2019 in Leipzig statt.


Die Talent-Reise geht weiter: Schnelldreher begleitet Bastian Harmeling

Ein noch ganz frisches „Talent“ ist Bastian Harmeling vom Vertrieb Flachprodukte bei der Klöckner-Niederlassung Osnabrück. Zusammen mit fünf weiteren Kollegen aus ganz Deutschland durchläuft er seit Juni 2018 die zweite Auflage des Talentpool. Zwei Module haben sie bereits absolviert: das Kennenlern-Event in Duisburg, gekoppelt mit dem so wichtigen Thema Arbeitsrecht, und einen viertägigen Aufenthalt in Velten und Berlin, bei dem es unter anderem um Digitalisierung und Kulturwandel ging. Sogar CEO Gisbert Rühl stattete dem kleinen Team einen Besuch ab und betonte, dass der Talentpool eine gute Basis für die zukünftigen Führungskräfte sei.

Bereits zur „Halbzeit“ kann Bastian Harmeling sagen, dass ihm der Talentpool eine Menge bringt: „Man bekommt einfach einen guten Überblick, was eine Führungskraft eigentlich macht und lernt die übergeordneten Strukturen kennen.“ Hochinteressant fand er die Feedbackrunde: „Zuvor wurde mir noch nie in dieser Form durch andere Menschen gespiegelt, wie ich wirke. Dadurch reflektiert man sich selbst nochmal ganz neu – und wächst auch daran.“ Umso mehr freut sich Bastian Harmeling auf das nächste Modul Ende Februar in Frechen und Köln. Der Schnelldreher wird ihn bei seiner spannenden Talent-Reise in jedem Fall weiter begleiten.

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Klöckner Mitarbeiter Zwickau

„Manche nennen mich AluLö“

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten Klöckner seit langer Zeit die Treue. Zu ihnen gehört Andreas Löffler, der seine Laufbahn im Dezember 1992 in der Niederlassung Zwickau begann. Heute ist er dort Abteilungsleiter für Aluminium, Dach & Wand, Bauelemente und Eisenwaren. 

Herr Löffler, wie sind Sie zu Klöckner gekommen? 

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Maschinenbaustudiums im Jahr 1991 absolvierte ich noch drei Semester Wirtschaft und Recht. Dabei ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf und nutzte für mich den Vorstellungstermin meines Hörsaaltischnachbarn, den er bei Klöckner in Zwickau hatte. Ich bekam den Job, schloss mein Teilstudium noch ab und startete am 2. Dezember 1992 ins Arbeitsleben. 

 

Was schätzen Sie an Ihrem Arbeitgeber? 

Klöckner bot mir vom ersten Tag an große Entwicklungsmöglichkeiten und viel Freiheit. Beim Aufbau der Niederlassung in Zwickau konnte ich sehr selbstständig arbeiten. Da herrschte eine Gründereuphorie, in der ich Ideen verwirklichen und viel Neues beginnen konnte. Von Anfang an aktiv dabei zu sein, zu entscheiden, planen zu können, Schritt für Schritt Erfolge und Wachstum zu sehen, das macht mich stolz und gibt mir das Gefühl: Das ist meine Firma! Mein Produkt ist Aluminium, manche nennen mich AluLö. 

 

Welche Erlebnisse sind Ihnen aus den vergangenen 25 Jahren im Gedächtnis geblieben? 

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich viele Kollegen aus allen Klöckner-Niederlassungen in Deutschland kennengelernt habe. Es hat für mich eine große Bedeutung, dass wir immer bestens zusammenarbeiten, uns austauschen und aneinander messen.  Ein Höhepunkt, an den ich mich erinnere, war die weltweite Video-Übertragung aus London in viele Klöckner-Häuser zur Einführung der neuen Corporate Identity mit dem Klöckner-Hund. Auch an Betriebsausflüge nach Dresden und ins Stahlwerk Unterwellenborn denke ich gern zurück.  Meinen nicht erfüllten Berufswunsch Lehrer zu werden, konnte ich dann über 15 Jahre lang als Ausbildungsleiter doch noch ein wenig wahr werden lassen.

 

Was würden Sie jüngeren Kollegen mit auf den Weg geben? 

Es gibt zu jeder Zeit bei Klöckner die Chance, Neues anzufangen. Jeder kann sich ausprobieren. Sie sollten die Erfolge der Vergangenheit nutzen, um darauf ihre eigenen zu setzen, gemeinsam mit den erfahrenen und den neuen Mitarbeitern. Dann werden sie sehen: Arbeit kann Spaß machen! 

 

Bitte vollenden Sie folgenden Satz: Wäre ich nicht bei Klöckner gelandet, dann wäre ich jetzt vielleicht… 

…doch noch Lehrer für Mathematik und Geografie geworden – und meine drei Kinder hätten bei ihrem Vater Unterricht gehabt.