Fokus Mensch

Verschnupft in den Frühling

Ein ausgedehnter Spaziergang auf einer Blumenwiese, bei strahlendem Sonnenschein. Dort ein Picknick mit Kernobst und leckerem Käse. Idealerweise noch ein Gläschen Rotwein dazu. Was sich wie Genuss pur anhört, ist für viele Menschen in Deutschland leider nicht so schön und entspannend: Ihre Nase läuft dann, die Augen tränen und brennen oder sie bekommen sogar schweren Husten bis hin zur Atemnot! Fast ein Drittel der Deutschen leidet an einer Allergie, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Laut Robert-Koch-Institut hat die Häufigkeit allergischer Erkrankungen in westlichen Ländern seit den 1970er Jahren stark zugenommen und sich mittlerweile etwas stabilisiert. Weil die meisten Allergiepatienten allerdings nicht ausreichend behandelt werden und weniger leistungsstark sind, geht der volkwirtschaftliche Schaden in die Milliarden.

Allergien: Von Heuschnupfen bis Kontaktekzem

Allergieformen sind sehr vielfältig: Sie reichen von Heuschnupfen und Allergisches Asthma über Lebensmittel- und Insektengiftallergien bis hin zu sogenannten Kontaktallergien über die Haut. Medizinisch versteht man unter einer Allergie eine Abwehrreaktion des Körpers gegen ansonsten eigentlich harmlose Substanzen. Er schüttet beim Kontakt mit dem jeweiligen Allergen bestimmte Botenstoffe (z. B. Histamin) aus, die die unschönen Symptome auslösen. Unbehandelt können Allergien schwere gesundheitliche Folgen haben, sogar lebensgefährlich sein: Starke Asthmaanfälle zum Beispiel belasten das Herz. Warum manche Menschen auf Tierhaare, andere auf Nüsse und wiederum andere auf Gräserpollen auf diese Weise reagieren, lässt sich noch nicht eindeutig von der Forschung beantworten. Genetische Faktoren scheinen ebenso eine Rolle zu spielen wie frühkindliche Umwelteinflüsse. Und auch das Immunsystem von Erwachsenen wird stark herausgefordert: Der Klimawandel sorgt für einen längeren Pollenflug, unsere Luft wird insgesamt schlechter und unsere Körper werden mit ständig neuen Stoffen in der Umwelt konfrontiert.

Allergien: So gehen Sie damit um

Wer Beschwerden hat, die auf eine Allergie hinweisen, sollte sich möglichst zeitnah von einem ausgewiesenen Allergologen untersuchen lassen. Dort gibt es verschiedene Tests, bei denen Allergene auf die Haut aufgetragen, eingeatmet oder gegessen werden. Auch Blutuntersuchungen sind möglich. Wer eine Allergie hat, bekommt schließlich einen speziellen Pass, in dem die auslösenden Stoffe und ihr Vorkommen beschrieben werden. Betroffene Menschen haben grundsätzlich drei Möglichkeiten, mit ihrer Allergie umzugehen. Sie können erstens versuchen, die Allergene möglichst zu vermeiden. Heuschnupfenallergiker zum Beispiel sollten ihren Urlaub auf den Pollenflugkalender abstimmen oder am besten direkt ans Meer fahren. Zweitens gibt es verschiedene Medikamente zur Behandlung, zum Beispiel Antihistaminika. Die bekämpfen in den meisten Fällen allerdings nur die Symptome und können auch müde machen. Ursächlich packt die sogenannte Hyposensibilisierung das Übel bei der Wurzel: Dabei werden dem Patienten die allergieauslösenden Stoffe in geringer Dosis zugeführt, damit der Körper sich langsam an sie „gewöhnt“.

Drei bis fünf Jahre dauert der Prozess, die Erfolgsquote liegt – je nach Quelle –zwischen 50 und 80 Prozent. Seit einigen Jahren ist die Hyposensibilisierung nicht nur mit Spritzen, sondern auch sublingual möglich: Das tägliche Tropfen unter die Zunge ist vielleicht für den ein oder anderen Menschen angenehmer. Fakt ist: Je früher Sie mit einer konsequenten Behandlung beginnen, desto besser.

Mehr wertvolle Infos hier:

www.daab.de
www.polleninfo.org

 

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Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankung

Wenn Ihr Lebensmotor schwächelt

Der aktuellste „Deutsche Herzbericht“ kommt zu einem zweischneidigen Ergebnis. Die gute Nachricht ist: Immer weniger Menschen sterben hierzulande an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – 2016 waren es über 2 Prozent weniger gegenüber 2014. Die schlechte Nachricht lautet: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind aber immer noch die häufigste Todesursache – mit großem Abstand vor Krebs. Insgesamt nehmen Herzerkrankungen zu, was sich an mehr Krankenhauseinweisungen zeigt. Der Hauptgrund: Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Tendenziell treten kardiovaskuläre Probleme mit dem Alter häufiger auf.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind vielfältig

Aber nicht nur ältere Menschen haben mit Herz- und Kreislaufproblemen zu tun. Denn das Krankheitsspektrum in der Kardiologie ist riesig. Das fängt an bei Bluthochdruck. Da er keine Schmerzen verursacht, wird er meist zufällig entdeckt. Unbehandelt kann er allerdings langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen – bis hin zum Herzinfarkt. Auch Herzrhythmusstörungen sind sehr vielfältig: Die Pumpe kann zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig schlagen. Es gibt harmloses „Herzstolpern“, was man zum Beispiel mit Magnesium in den Griff bekommen kann. Es gibt aber auch gefährliche Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, die das Schlaganfall-Risiko erhöhen. Diese Störungen können wiederum Folge von anderen Herzerkrankungen sein – einer viralen Entzündung des Herzmuskels zum Beispiel. Sie sehen also: Das Herz-Kreislauf-System ist ziemlich kompliziert.

So beugen Sie Herzproblemen vor

Recht einfach dagegen sind die Möglichkeiten, um sein Herz gesund zu halten:

  • Wer sich regelmäßig bewegt, hält den Kreislauf auf Trab und beugt zum Beispiel Verkalkungen in den Blutbahnen vor. Es hat schon einen positiven Effekt, täglich eine halbe Stunde flott zu spazieren. Wer lieber Sport macht, ist zum Beispiel mit Radfahren, Schwimmen oder Laufen gut beraten – also eher Ausdauersportarten. Unter ärztlicher Kontrolle können auch Herzkranke problemlos bestimmten Sport ausüben.
  • Die beste Bewegung bringt allerdings kaum etwas, wenn die Ernährung nicht passt. Gut fürs Herz sind vor allem viel Gemüse und Obst, regelmäßig Fisch und Vollkornprodukte. Beides zusammen – regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung – vermeidet bzw. verringert Übergewicht, einer der großen Risikofaktoren für Herzprobleme.
  • Auch wichtig: Seinen persönlichen Stress in Grenzen halten! Denn wer sich ständig aufregt oder ängstlich ist, gibt das auch an sein Herz weiter. Hilfreich sind Methoden wie Yoga oder Meditation. Auch Ausdauersport ist ein super Stresskiller.
  • Die Raucher unter Ihnen mögen es vielleicht nicht lesen wollen, aber: Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für Herzprobleme. Also am besten komplett damit aufhören oder zumindest den Konsum reduzieren! Für Menschen, die unter Herzrhythmusstörungen leiden, können auch Kaffee und Alkohol sowie bestimmte Medikamente problematisch sein.
  • Vor allem im fortgeschrittenen Alter sollten Sie sich regelmäßig vom Arzt bzw. von der Ärztin checken lassen, insbesondere auf Bluthochdruck und Cholesterinspiegel. Und wer regelmäßig seinen Puls und Blutdruck selbst misst, sorgt nicht nur vor, sondern bekommt auch ein gutes Gefühl für den eigenen Körper. Es gibt mittlerweile sogar Armbanduhren, mit denen man recht zuverlässig selbst ein EKG erstellen kann

Klöckner läuft für die Herzgesundheit

Klöckner Logo Fit 4 SteelAuch bei Klöckner tut man Einiges für die Herzgesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Beispiel, indem man die Ausdauer fördert: Bei regelmäßigen Firmenläufen unter der Marke „fit4steel“ stehen Sport, Spaß und Teamgeist im Vordergrund. Alle Standorte beteiligen sich an Firmenläufen in den Regionen. Allein von Juni bis Dezember 2019 sind es über 30 Läufe. Klöckner übernimmt dabei ab 5 Teilnehmenden die Startgelder bis 50 Euro pro Person und sponsert die Laufshirts. Jede Niederlassung hat einen „Teamkapitän“, der über die Läufe informiert und die Interessierten im Team organisiert. Wer es also noch nicht ausprobiert hat: Laufen Sie mit uns für Ihre Herzgesundheit!

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Diagnose Rückenprobleme

Haltung bewahren – mit einem starken Rücken!

Zu den häufigsten Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen zählen Rückenprobleme – auch in einer zunehmend digitalisierten Welt mit weniger körperlicher Arbeit. Mit vielfältigen Maßnahmen können Arbeitgeber effektiv vorbeugen.

Wie wichtig unser Rücken ist, zeigen allein schon die vielfältigen Redewendungen rund um dieses Körperteil. In schwierigen Situationen soll man Rückgrat beweisen, Freunde und Familie stärken uns dann oft den Rücken. Enttäuschte Menschen kehren uns ihren Rücken zu, neidische Menschen lästern hinter dem unseren. Auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement hat der Rücken eine prominente Stellung. Laut DAK-Gesundheitsreport 2018 waren Rückenschmerzen im Jahr 2017 die zweitwichtigste Einzeldiagnose unter den Ursachen für Arbeitsunfähigkeit: 5,8 Prozent der Fehltage waren aufgrund von Rückenschmerzen, ungefähr jeder zwanzigste erwerbstätig Versicherte war 2017 mindestens einmal deswegen krankgeschrieben. Hinzu kommen Ausfälle wegen anderer Diagnosen im Rückenbereich, zum Beispiel Bandscheibenschäden. Zwar hat sich die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung in den letzten Jahren stark gewandelt, Rückenerkrankungen spielen aber immer noch eine große Rolle.

Rückenproblematik hat sich in der Arbeitswelt verlagert

Das Problem hat sich gewissermaßen verlagert: Auf der einen Seite führen Menschen insgesamt weniger körperlich belastende Tätigkeiten aus, auf der anderen Seite wird aber mehr gesessen und der gefühlte psychische Arbeitsdruck nimmt zu – was sich in einer höheren Anspannung niederschlägt, die sich auch in Rückenschmerzen äußern können. Eine effiziente Behandlung von Rückenleiden ist häufig deshalb so schwierig, weil die Ursachen oft sehr vielschichtig und nicht eindeutig sind: Laut DAK-Gesundheitsreport machen solche „unspezifischen Rückenschmerzen“ etwa 80 Prozent aller Fälle aus! Viele Menschen, die unter Rückenproblemen leiden, nehmen zudem – häufig unbewusst – eine falsche Schonhaltung ein, die die Probleme noch verschlimmert – Experten nennen dieses Verhalten „Schmerzspirale“. Ein gutes Betriebliches Gesundheitsmanagement legt also nicht nur Wert auf ergonomisches Arbeiten mit einer sinnvollen Balance aus Bewegung und Belastung, sondern sorgt auch für gesundheitliche Aufklärung und ein angenehmes Betriebsklima, um die psychische Belastung zu reduzieren.

 Rückenmassage professioneller Therapeut
Junge Frau erhält eine Rückenmassage. Die Patientin wird von einem professionellen Therapeuten behandelt.

So beugt man Rückenproblemen bei Klöckner vor

Klöckner hat das wichtige Thema Rücken schon seit einigen Jahren auf der Agenda. Wie vielfältig die Prävention diesbezüglich ist, sollen exemplarisch drei verschiedene Maßnahmen an den Standorten Duisburg, Kaufungen und Neumarkt (Österreich) zeigen. „Einmal im Jahr probiert unser Standort auf Basis einer Mitarbeiterumfrage etwas Neues aus in diesem Bereich. Im letzten Jahr war das Wirbelsäulengymnastik“, erklärt Martina Reindl vom Standort Neumarkt. Über mehrere Wochen hat eine externe Trainerin dazu einmal die Woche für eine Stunde Übungen vor Ort durchgeführt. Die Teilnehmenden konnten dieses Training zur Dehnung und Stärkung des Rückens auch zuhause praktizieren. Am Klöckner-Standort Duisburg werden bereits seit mehreren Jahren Massagen für die Mitarbeiter angeboten – und die kommen sehr gut an. Zwei Mal die Woche für jeweils 3 Stunden vergibt eine externe Masseuse insgesamt 12 Massage-Termine außerhalb der Arbeitszeit. „Die Dame ist bei uns stets ausgebucht. Für viele Mitarbeiter steht dabei nicht nur der Wohlfühlfaktor, sondern auch die Gesundheitsförderung, insbesondere des Rückens, im Fokus“, erklärt Kerstin Gedig, Betriebsratsvorsitzende am Standort Duisburg.

Menschen die Yogastunde üben
Gruppe junger sportlicher Menschen, die Yogastunde üben, Vogelhundeübungen machen.

Auf positive Resonanz stößt auch die „Rückenschule“ am Standort Kaufungen, die bisher jeweils einmal für Mitarbeiter im Betrieb und für Mitarbeiter im Vertrieb durchgeführt wurde. Nach 1,5 Stunden wertvoller Theorieschulung durch einen externen Experten bekommen die Teilnehmenden noch wichtige Tipps für die Praxis: Betriebsmitarbeiter lernen zum Beispiel, wie sie Lasten richtig heben; Vertriebsmitarbeiter erfahren, wie sie ihren Bürostuhl richtig einstellen oder sich angemessen bewegen. „Das Feedback der Teilnehmenden zeigt uns, dass sie oft noch Neues in der Rückenschule lernen konnten und dies jetzt sinnvoll in der Praxis umsetzen“, sagt Betriebsleiter Uwe Gundlach.

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Gesundheits-Serie gesunde Zähne

Warum gesund im Mund beginnt

Unsere Gesundheits-Serie geht in die zweite Runde: Dieses Mal zeigen wir Ihnen, was Sie für gesunde Zähne – und nicht nur für die – machen können.

Sie sind ein körperliches Detail, das wir mit als erstes an einer anderen Person wahrnehmen: die Zähne. Sind sie sehr schief oder eher gelblich, beeinflusst das den ersten Eindruck von einem Menschen unweigerlich. Strahlend weiße und gerade Zähne dagegen gelten als attraktiv. Die ästhetische Zahnmedizin boomt und eine regelrechte „Do-it-yourself-Industrie“ hat sich in den letzten Jahren entwickelt – vom Bleaching bis hin zur Zahnpasta mit „Weißmachern“. So vorteilhaft ein schönes Aussehen – auch dank kosmetischer Hilfsmittelchen – sein mag, viel wichtiger sollte allerdings zunächst die eigene Zahn- bzw. Mundgesundheit sein. Eine gute Pflege und Prävention sind dabei das A und O.

Mundhygiene beeinflusst Gesamtgesundheit

In der Zahnmedizin setzt sich in den letzten Jahren zunehmend ein ganzheitliches Denken durch, sprich die Wechselwirkung von Zahn- bzw. Mundgesundheit und gesamtkörperlicher Konstitution. Bei genauerer Betrachtung wird dieser Zusammenhang auch einem Laien schnell klar: Wenn es Entzündungen in der Mundhöhle gibt, können Bakterien und Toxine leicht über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangen. In der Fachwelt wird daher eifrig dazu geforscht, wie Erkrankungen im Mundraum zum Beispiel Herzerkrankungen oder Diabetes begünstigen. Sie sehen also: Eine gute Mundhygiene bedeutet weit mehr als nur saubere Zäune!

Karies und Parodontitis

Besonders klar wird das an der Parodontitis, im Volksmund „Parodontose“ genannt. Neben der Karies ist sie die häufigste zahnmedizinische Erkrankung. Bakterieller Zahnbelag (Plaque genannt) verursacht dabei Entzündungen des Zahnfleisches, das sich immer weiter zurückbildet, bis hin zum Zahnverlust. Häufig ist das mit Zahnfleischbluten verbunden. Wenn man sich vorstellt, dass im schlimmsten Fall alle Zähne davon betroffen sind, ergibt das eine sehr große Wundfläche – ein idealer Eintrittsort für ungewünschte Gäste in den Blutkreislauf. Karies, die andere „große“ Zahnerkrankung, wird ebenso ausgelöst durch Plaque, aber auch Faktoren wie Ernährung und Speichelmenge spielen eine Rolle. Die unschönen Folgen reichen von kleinen kariösen Läsionen bis hin zu tiefen Löchern, die Zahnverlust bedeuten können. Das ist bedauerlich, weil sich Karies mit der richtigen Prävention meist komplett vermeiden lässt.

So beugen Sie vor

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie empfiehlt auf ihrer Website zur Vorbeugung von Parodontitis folgende Maßnahmen:

  • Zwei Mal täglich gründlich die Zähne putzen mit der Zahnbürste
  • Ein Mal täglich die Zahnzwischenräume reinigen – mit Zahnseide und bei größeren Zwischenräumen (vor allem im Backenzahnbereich) eignen sich Interdentalzahnbürsten
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt

Außerdem gilt Rauchen als ein Risikofaktor für Parodontitis – daher am besten darauf verzichten!

Auch Karies muss gar nicht erst entstehen. In der wissenschaftlichen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) werden – neben der erwähnten Zahnreinigung – weitere Präventions-Maßnahmen empfohlen:

  • Die Zahnpasta sollte fluoridhaltig sein; auch fluoridhaltiges Speisesalz im Haushalt ist sinnvoll
  • Menge und Häufigkeit von zuckerhaltigen Mahlzeiten und Getränken möglichst geringhalten
  • Zuckerfreier Kaugummi nach dem Essen ist gut, weil der so wichtige Speichelfluss dadurch angeregt wird

In der zahnärztlichen Praxis können dann noch weitere Maßnahmen, vor allem für Menschen mit hohem Kariesrisiko, sinnvoll sein – zum Beispiel fluoridhaltige Lacke, Gele oder Spüllösungen.

Gesund beginnt also im Mund. Mit einigen Verhaltensregeln können Sie nicht nur etwas für schöne Zähne, sondern für Ihre Gesundheit insgesamt machen.

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Augen Gesundheit

Behalten Sie den Durchblick!

Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan im beruflichen und privaten Alltag – ihre Gesundheit zu erhalten ist überaus wichtig. In unserer neuen Gesundheits-Serie klären wir monatlich zu einem bestimmten Thema auf und geben wertvolle Vorsorge-Tipps.

 

Wie eine hochauflösende Kamera fokussieren sie ganz genau ihre Umgebung und leiten die unzähligen eintreffenden Reize ans Gehirn weiter, das sich daraus ein Gesamtbild baut. Jetzt gerade sorgen sie dafür, dass innerhalb von Tausendstelsekunden aus den farbigen Bildschirmpixeln vor Ihnen Buchstaben entstehen, die Wörter ergeben und diese wiederum zu Sätzen mit einem konkreten Inhalt kombiniert werden. Es scheint absolut selbstverständlich für uns zu sein, was unsere Augen alltäglich leisten – bis sie krank werden: Menschen sind „Augentiere“, gut drei Viertel an Informationen nehmen sie visuell auf – eine eingeschränkte Sehleistung ist also ein empfindlicher Verlust an Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, sich um die eigene Augengesundheit zu kümmern.

 

Von trockenen Augen bis hin zum Glaukom

Augenkrankheiten reichen von harmloser Augentrockenheit (Sicca-Syndrom) bis hin zu Ausprägungen, die zur völligen Erblindung führen können. Zwei der häufigsten

Eye of a woman with cataract and corneal opacity

Erkrankungen sind die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), bei der die zentrale Sehkraft zerstört wird, und die Linsentrübung (auch „Grauer Star“ oder Katarakt). Beide Erkrankungen treten meist im fortgeschrittenen Lebensalter auf, weswegen eine gute Vorsorge so ungemein wichtig ist. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands etwa empfiehlt, sich ab dem 60. Lebensjahr regelmäßig auf eine mögliche AMD checken zu lassen. Häufig zunächst unbemerkt bleibt das Glaukom („Grüner Star“), bei dem der Sehnerv nachhaltig geschädigt wird. Ein wichtiger Risikofaktor für diese Krankheit ist ein erhöhter Augeninnendruck. Hier macht laut Berufsverband eine Früherkennungs-Untersuchung bereits ab dem 40. Lebensjahr Sinn.

 

Lebensstil hat Einfluss auf Augen

Neben den Vorsorgeuntersuchungen kann sich auch der Lebensstil positiv auf die Augengesundheit auswirken. Dazu zählen regelmäßige Bewegung (gerne auch draußen im „Licht“), ein penibler Sonnenschutz, Nikotinverzicht und vor allem eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Experten schreiben besonders den Vitaminen A, C und E sowie den Pflanzenfarbstoffen Lutein und Zeaxanthin (in grünem Gemüse) eine vorbeugende, weil antioxidative Wirkung zu. Auch Omega-3-Fettsäuren sollen helfen, vor allem präventiv gegen trockene Augen. Sie sind insbesondere in fetthaltigen Meeresfischen wie Lachs, Hering oder Makrele enthalten und ebenso in Pflanzen wie zum Beispiel Leinsamen.

 

Klöckner-Service: Augeninnendruck-Messung

Auch Klöckner unterstützt seine Mitarbeiter in puncto Augengesundheit. Über die gesetzlichen Vorgaben wie die Arbeitsmedizinische Untersuchung G 37 für Bildschirmarbeitsplätze hinaus etwa hat man am Standort Duisburg eingeführt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einmal jährlich ihren Augeninnendruck überprüfen lassen können: „Die Kosten für diese Untersuchung übernimmt Klöckner. Auch fallen so zum Beispiel Wartezeiten, die man beim Arzt hätte, weg. Das schafft einen wahren Mehrwert und wird daher von vielen Kolleginnen und Kollegen in Anspruch genommen, die diese so wichtige Untersuchung sonst vielleicht nicht machen würden“, erklärt Kerstin Gedig, Betriebsratsvorsitzende am Standort Duisburg.