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Oliver Falk Geschäftsführer Klöckner

„Nehmt euch Zeit, die Welt kennen zu lernen!“

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten Klöckner seit langer Zeit die Treue. Zu ihnen gehört Dr. Oliver Falk, der 1992 in die damalige Klöckner & Co AG eintrat. Seit Ende 2012 führt er die deutsche Landesgesellschaft zusammen mit Sven Koepchen. Falk wohnt mit seiner Lebensgefährtin in Düsseldorf und hat zwei erwachsene Kinder.

 

Herr Dr. Falk, was ist Ihnen von Ihrem ersten Arbeitstag bei Klöckner in Erinnerung geblieben?

Beeindruckt hat mich damals das Silberpalais mit seiner Architektur. Ich habe im Controlling des Konzerns angefangen und saß in der neunten Etage – der Ausblick war toll. Das Controlling fürs weltweite Geschäft bestand damals übrigens aus drei Personen. Und: Das gesamte Gebäude war voller Klöckner-Leute. Der Konzern betrieb damals neben dem Stahlhandel etliche weitere Aktivitäten, zum Beispiel Umwelttechnik, Industrieanlagen, Werkzeugmaschinen, Computerdistribution sowie Schrott-, Chemie-, Energie- und Textilhandel.

In Ihrem zweiten Jahr bei Klöckner hat man Ihnen die Leitung des Controllings übertragen. Wie ging es weiter?

1996 wurde ich Geschäftsführer beim Chemiehandel. Ich konnte die Gesellschaft wechseln, ohne das Silberpalais zu verlassen. Nach zwei Jahren kam ich zurück in den Stahlbereich, der massive Probleme hatte und restrukturiert werden musste. Bei der Klöckner Stahl- und Metallhandel GmbH blieb ich als Geschäftsführer bis 2010. In dieser Zeit ist enorm viel passiert, angefangen mit dem Verkauf des Konzerns an die britisch-iranische Balli-Gruppe. Es folgte die Übernahme durch die Westdeutsche Landesbank. 2005 bekam Klöckner mit Lindsay Goldberg & Bessemer einen neuen Eigentümer, der das Unternehmen an die Börse brachte. Auch intern haben wir viel verändert, etwa durch die Einführung des neuen SAP-Systems. Rückblickend kann ich sagen: Es war immer etwas los, wir konnten gestalten und Veränderungen vorantreiben. 2010 wechselte ich zur Holding und war dort zuständig für die weltweite IT und die Logistik in Europa. Ende 2012 kam ich zurück in die deutsche Landesgesellschaft, die Sven Koepchen und ich seither führen.

Wenn Sie zurückblicken auf 25 Jahre bei Klöckner – was waren die größten Erfolge?

Mir fallen drei Dinge ein, die besonders wichtig waren. So ist es uns während der Balli-Krise gelungen, die Finanzierung des Unternehmens und damit seine Existenz zu sichern. Zweitens profitieren wir bis heute von der europaweiten Einführung des SAP-Systems. Unser Onlineshop basiert darauf – der erfolgreiche Einstieg in den E-Commerce zählt für mich ebenfalls zu den Meilensteinen.

Was raten Sie jungen Leuten, die sich für eine Karriere bei Klöckner interessieren?

Ich empfehle, möglichst früh Praxiserfahrung zu sammeln. Wer weiß, in welchem Gebiet er arbeiten will, beispielsweise im Controlling oder im Vertrieb, sollte sich diesen Bereich in verschiedenen Branchen anschauen. Wichtig ist außerdem das Beherrschen von digitalen Tools, unter anderem von Office-Programmen. Nachwuchskräfte sollten außerdem mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen – und sich Zeit nehmen, die Welt kennen zu lernen. Heute ist es unverzichtbar, kulturelle Unterschiede wahrzunehmen sich in einem internationalen Umfeld bewegen zu können.

Hier ein paar Impressionen aus 25 Jahren: