Fokus Mensch

Talentpool 2018/2019: Fit fürs Finale

5 mehrtägige Module an 5 verschiedenen Orten und ein überaus vielfältiges Themenfeld: Die 6 Teilnehmenden des zweiten Talentpool-Programms konnten sich über mangelnde Abwechslung definitiv nicht beklagen. In den letzten 12 Monaten wurden sie zum Beispiel fit gemacht in Arbeits- und Vertragsrecht. Sie bekamen tiefe Einblicke in den Kulturwandel des zunehmend digitalisierten Konzerns Klöckner. Und sie übten sich in Soft Skills wie etwa Kommunikationstrainings. Alles wichtige Themen, um herauszufinden, ob sie die Eigenschaften einer modernen Führungskraft mitbringen. Den Teilnehmer Bastian Harmeling vom Vertrieb Flachprodukte der Klöckner-Niederlassung Osnabrück haben wir intensiv während dieser Zeit begleitet. Mit ihm haben wir über seine Erfahrungen zu den letzten Stationen des Programms gesprochen.

Präsentationsseminar in Schloss-Atmosphäre

Das fünfte und letzte Modul fand am 11. und 12. Juni 2019 vor der altehrwürdigen Kulisse von Schloss Krickenbeck in Nettetal statt. An Tag 1 schulte Referent Dragan Milicevic die sechs „Talents“ in puncto Präsentation. Und zwar in zwei verschiedenen Situationen: „In einem ersten Schritt konnten wir ein uns vertrautes und bekanntes Thema aufbereiten und dies den anderen Talents mit Präsentationstechniken unserer Wahl vorstellen. In einem zweiten Schritt wurden wir dann ins kalte Wasser geworfen: Ein Thema wurde zugelost und man hatte zehn bis fünfzehn Minuten Zeit zur Vorbereitung“, erinnert sich Bastian Harmeling.

Ungewohnte Situation vor der Kamera

Das war aber nicht alles: Um objektiv nachvollziehbar die Präsentationsfähigkeiten der Einzelnen im Nachgang zu analysieren, wurde das Ganze mit der Kamera aufgezeichnet. „Das war schon eine besondere, weil ungewohnte Situation vor der Kamera. Man konnte dabei eine Menge über seine eigene Wirkung lernen und auch besser nachvollziehen, was man noch besser machen kann“, so Harmeling. Der 31-jährige hat zum Beispiel so festgestellt, dass er noch etwas an dem Thema Füllwörter arbeiten und mehr den Blickkontakt mit dem kompletten Publikum suchen kann.

Talents bekommen eigenes Video

Mit der neuen Kameraerfahrung ging es dann an Tag 2 schon etwas routinierter erneut vor die Linse: Video-Journalist Joel Lander vom Team E-Business & Marketing hatte die schöne Aufgabe, ein mehrminütiges Video von allen Teilnehmenden zu erstellen. Anschließend folgten noch persönliche Feedbacks durch Beatrix Meibeck, die die Führungskräfteentwicklung bei Klöckner leitet. „Sie hat mir in einem vertrauensvollen Gespräch aufgezeigt, wie ich mich persönlich und fachlich im Rahmen des Talentpools weiterentwickelt habe. Das hat mir auch nochmal eine Menge gebracht“, so Harmeling.

Feedback durch Topmanagement

Auch KCD-Geschäftsführer Sven Koepchen höchstpersönlich kam nach Schloss Krickenbeck. Er machte sich ein Bild von den Talents und speiste gemeinsam mit den Teilnehmenden. „Das zeigt, dass das Talentprogramm auch auf oberster Managementebene wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, findet Bastian Harmeling. Von der Geschäftsführung gab es dann auch den Auftrag für die Abschlussarbeiten: die Erstellung von drei Produktschulungsvideos für den internen Gebrauch. Eines zum Thema Stahlherstellung, eines zum Thema Edelstahl und eines zum Thema Rohre.

Finale Abschlussarbeiten: Talents erstellen Produktschulungsvideos

„Wie wir dabei vorgehen, wurde komplett uns überlassen“, so Harmeling. In drei 2er-Teams haben sich die Talents, die über ganz Deutschland verteilt arbeiten, sehr eng miteinander abgestimmt. „Wir haben uns für sogenannte Whiteboard-Animationsvideos entschieden. Die Inhalte werden dabei über eine bestimmte Software integriert und müssen mit der Stimme aus dem Off abgestimmt werden. Eine interessante, aber durchaus aufwändige Aufgabe“, erklärt Bastian Harmeling. Die finalen mehrminütigen Videos werden die Talents in Kürze vor ihren Niederlassungsleitern präsentieren. Dann wird auch entschieden, wie und wo die kreativen Hilfsmittel genau zum Einsatz kommen.

Bastian Harmeling kann Talentpool empfehlen

Jetzt, nach einem Jahr Talentpool-Programm, kann Bastian Harmeling ein durchweg positives Fazit ziehen: „Jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin, die das eigene Potenzial erkennen und ausschöpfen will, würde ich das Programm empfehlen. Man kann damit sehr gut einschätzen lernen, ob die Rolle Führungskraft etwas für einen selbst ist. Das ist sowohl für die Teilnehmenden als auch für das Unternehmen gut, weil es später kaum mehr böse Überraschungen geben kann, wenn es dann eben doch nicht passt“, erklärt Harmeling. Für ihn ist indes nun klar: Er traut sich zu, einmal Führungskraft zu werden. „Das Wasser, in das ich dann geworfen werde, ist dann auch nicht mehr ganz so kalt“, sagt er lächelnd.